Montessori selbst gemacht …

Die Karten habe ich auf dem Blog „Tiger´s großes Abenteuer“ gefunden. Die Bilder wurden alle frei Hand von der lieben Ricarda gezeichnet. Sie sehen klasse aus und sind eine schöne und doch so simple Hilfestellung für kleine Menschen, welche das Heraussuchen der eigenen Anziehsachen nicht mehr den Großen überlassen wollen.

Quelle: Tiger´s großes Abenteuer, August 2015

Quelle: Tiger´s großes Abenteuer, August 2015

Und das Beste: Ricarda stellt die kleinen Kunstwerke allen zur Verfügung. Einfach anschreiben und innerhalb kürzester Zeit wandert eine Email mit den Bildern in euer Postfach. Den Link findet ihr hier.

Vielen Dank dafür liebe Ricarda!

Einfach aufgebaut, einfaches Spielprinzip: Die Eiswürfel dürfen mit der Hand (oder auch mit einer Zange oder einem Löffel) von einer Schale in die andere wandern. Zum Schluss durfte das Schmelzwasser in der Schale auch noch hin und her transportiert werden. Eine schöne Beschäftigung wenn die Mittagshitze den Spielplatzbesuch nicht zulässt.

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Da habe ich mal kurz die Schlafpause des kleinen Mannes genutzt um ein wenig im Internet zu surfen, und dann lande ich gleich so einen Volltreffer🙂

Gefunden habe ich diese tolle Idee hier: https://linchent.wordpress.com/2015/05/25/filzquadrate-fadeln/

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Quelle: Wochen mit Lina (Mai 2015)

Aufgabe ist es, die mit einem Schlitz versehenden Filzquadrate auf einem Band aufzufädeln. Mithilfe eines angenähten Knopfes kann das Kind das Band einfach durch die Quadrate durchknöpfen. Eine tolle Idee! Danke fürs teilen!

In den nächsten Tagen möchte ich dem kleinen Mann dieses Schütttablett anbieten. Dafür war ich auf der Suche nach einem geeigneten Tablett. Die Schüssel aus dem alten Beitrag ist bereits vom Patenkind und steht hier, in der entfernten Zeitheimat, nicht zur Verfügung. Tabletts für Schütt- und Gießübungen sollten einen erhöhten Rand haben, damit beim Kleckern nicht sofort Kind und Möbelstück komplett eingeweicht werden.

Nach langem Suchen habe ich dieses Tablett mitgenommen. Es hat einen schönen hohen Rand und ist trotz des niedrigen Gewichtes keine Wackelnummer. Der einzige Manko Punkt: das Muster.

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Viel zu dunkel, zu viele Bilder und deswegen auch viel zu ablenkend. Es ist ja eine Art goldene Regel, dass Montessori Materialien sich möglichst dezent präsentieren sollen. Und das aus gutem Grund. Aber nicht verzagen, im Discounter um die Ecke habe ich Anfang der Woche eine Klebefolie für wenige Euros entdeckt. Noch lieber hätte ich eine rein weiße Folie verwendet, aber diese passt meiner Meinung nach auch noch. Einfach einen passend großen Kreis aufmalen, ausschneiden und aufkleben. Schon ist das ablenkende Kaffeemuster verschwunden.

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Der Effekt ist enorm. Hier zum Vergleich:

Präsentation:

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Fehlerselbstkontrolle:

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Bei dem ursprünglichen Tablett sind leichte Verschüttungen kaum sichtbar gewesen. Diese werden jedoch als Fehlerselbstkontrolle bei diesem Arbeitstablett benötigt. Bei der beklebten Variante ist das gefärbte Wasser deutlich zu erkennen. Somit konnte ich für wenige Euros ein tolles Arbeitstablett erstellen. Ich bin gespannt wie es dem kleinen Mann gefallen wird!

Gestern habe ich im hiesigen Drogeriemarkt diese kleinen Fotoalben entdeckt. Fand sie einfach super süß und vor allem super praktisch. Was jetzt noch fehlt ist Zeit um sie zu füllen!

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Ideen für eine schöne Gestaltung hätte ich genug. Statt Fotos kann man auch einfache weiße Zettel einstecken, auf welchen selbst gestaltete Bilder oder Geschichten ihren Platz finden könnten. Ich überlege dem kleinen Mann eines der Bücher mit Fotos seiner Familie und seinen „Freunden“ zu füllen. Diese können dann beim gemeinsamen Durchblättern erkannt und etwas über sie erzählt werden.

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Auch ein Liederbuch oder eine Sammlung seiner Lieblingsspiele und Reime könnte ich mir gut vorstellen. Natürlich sind der Gestaltung keine Grenzen gesetzt. Ich habe mir zunächst nur zwei dieser kleinen Alben gekauft, da ich nicht weiß ob ich es zeitlich überhaupt schaffe sie herzurichten. Aber die nächsten Semesterferien kommen und spätestens dann werde ich mich an eine Gestaltung setzen. Ich freue mich schon darauf!

Für dieses Arbeitstablett habe ich eine Schale große Knöpfe und eine kleine Kommode mit mehreren Schubkästen verwendet.

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Gefunden habe ich die kleine Kommode im Ramschladen in der Stadt, ganze 90 Cent musste ich dafür ausgeben. Die sind mittlerweile bereits abgespielt😀 Gespielt wird wie folgt: Die Knöpfe werden nach Belieben in den kleinen Schubkästen verteilt. Das Öffnen der einzelnen Schubladen erfordert etwas Handgeschick, eine tolle Möglichkeit die Feinmotorik zu trainieren!

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Auch das Schließen der Schublade, um an eine andere Lade heran zu kommen, will gelernt sein!

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Die schönen bunten Knöpfe bilden einen guten Kontrast zur schlicht weißen Kommode. Sicher wären auch bunte Muggelsteine eine tolle Spielvariante!

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Unser kleiner Mann ist nun stolze 12 Monate alt und seit einigen Tagen bemerke ich deutliche Veränderungen in seiner Spiel- und  Vorgehensweise im Alltag. Nach meiner letzten „Materialien-Rotation-Runde“ auf seinen Baustellen fiel mir auf, das er das erste Mal ein bestimmtes Spielzeug an einem vertrauten Ort suchte. In den letzten Wochen beschäftigt er sich gerne damit, seine Holzkochlöffel von der Küche in den Holzschalen im Schlafzimmer klopfen zu lassen. Diese hatte ich bei dieser Wechselrunde erst einmal aus dem Sortiment genommen. Nun stand er ziemlich verdattert mit seinem Holzkochlöffel auf dem Teppich im Schlafzimmer und wusste nicht so recht weiter.

Das mag banal klingen, aber für mich ist es das Startzeichen seine Materialien endlich einem Ordnungsprinzip zu unterziehen. Ich hatte mich schon oft gefragt ob der ständige Wechsel der Materialien nicht eher kontraproduktiv im Sinne von der Montessoripädagogik ist. Aber da er bisher keine Anzeichen gezeigt hat, das der Wechsel ihn stören, verwirren oder überfordern würde, bin ich zunächst dabei geblieben. Aber das ändert sich jetzt.

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Im Flur befindet sich gerade seine „Konstruktionsecke“. Stapelbecher, Steckturm und der Anhänger zum Bestücken stehen dort und werden intensiv bespielt. Für mich heißt das, dass in Zukunft zum Beispiel keine Bücher mehr auf diesem Teppich bereit stehen. Diese sind zunächst alle in ein freigeräumtes Fach im Bücherregal auf seiner Augenhöhe gewandert. Ich hoffe das sie dadurch nicht in Vergessenheit geraten!

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Im Schlafzimmer finden sich alle seine Fahrzeuge. Hier kann nach Herzenslust vor dem Spiegel der Betonmischer oder ein anderes Auto hin und her gefahren werden. Ein tolles Auto hat der kleine Mann von seinem Onkel zu Ostern bekommen, die Oberseite besteht aus drei Bausteinen, welche mithilfe eines Magneten angebaut werden können. Sieht toll aus und fährt sich super.

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Ganz wichtig ist dem kleinen Mann seine Spielküche. Die soll eigentlich im Garten als Matschküche dienen, dafür muss sie allerdings erst lasiert werden. Solange steht sie im Wohnzimmer und der kleine Mann spielt nach Herzenslust mit den Töpfen. Deckel auf, Deckel zu, Deckel auf den anderen Topf, dann noch einmal kräftig mit den Kochlöffeln rühren. Es macht einen Heiden Lärm!! Deshalb muss ich (den Nachbarn zuliebe) die Töpfe manchmal wegnehmen. Dann übt er sich im ein- und ausräumen der Kochlöffel in das vorgesehene Glas.

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Noch haben wir es nicht geschafft einen Waschtisch zu bauen oder eine kindgerechte Garderobe anzubringen. Aber da ich die Sorge um den eigenen Körper für eine wichtige und auch schöne Aufgabe halte, habe ich ihm eine provisorische Station aufgebaut. Vor der Bank kann er sich kämmen und sich und seine Bewegungen dabei im Spiegel beobachten. Es ist wie gesagt eine Übergangslösung aber schlecht ist sie nicht.