Montessori selbst gemacht …

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Da habe ich mal kurz die Schlafpause des kleinen Mannes genutzt um ein wenig im Internet zu surfen, und dann lande ich gleich so einen Volltreffer :)

Gefunden habe ich diese tolle Idee hier: https://linchent.wordpress.com/2015/05/25/filzquadrate-fadeln/

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Quelle: Wochen mit Lina (Mai 2015)

Aufgabe ist es, die mit einem Schlitz versehenden Filzquadrate auf einem Band aufzufädeln. Mithilfe eines angenähten Knopfes kann das Kind das Band einfach durch die Quadrate durchknöpfen. Eine tolle Idee! Danke fürs teilen!

In den nächsten Tagen möchte ich dem kleinen Mann dieses Schütttablett anbieten. Dafür war ich auf der Suche nach einem geeigneten Tablett. Die Schüssel aus dem alten Beitrag ist bereits vom Patenkind und steht hier, in der entfernten Zeitheimat, nicht zur Verfügung. Tabletts für Schütt- und Gießübungen sollten einen erhöhten Rand haben, damit beim Kleckern nicht sofort Kind und Möbelstück komplett eingeweicht werden.

Nach langem Suchen habe ich dieses Tablett mitgenommen. Es hat einen schönen hohen Rand und ist trotz des niedrigen Gewichtes keine Wackelnummer. Der einzige Manko Punkt: das Muster.

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Viel zu dunkel, zu viele Bilder und deswegen auch viel zu ablenkend. Es ist ja eine Art goldene Regel, dass Montessori Materialien sich möglichst dezent präsentieren sollen. Und das aus gutem Grund. Aber nicht verzagen, im Discounter um die Ecke habe ich Anfang der Woche eine Klebefolie für wenige Euros entdeckt. Noch lieber hätte ich eine rein weiße Folie verwendet, aber diese passt meiner Meinung nach auch noch. Einfach einen passend großen Kreis aufmalen, ausschneiden und aufkleben. Schon ist das ablenkende Kaffeemuster verschwunden.

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Der Effekt ist enorm. Hier zum Vergleich:

Präsentation:

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Fehlerselbstkontrolle:

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Bei dem ursprünglichen Tablett sind leichte Verschüttungen kaum sichtbar gewesen. Diese werden jedoch als Fehlerselbstkontrolle bei diesem Arbeitstablett benötigt. Bei der beklebten Variante ist das gefärbte Wasser deutlich zu erkennen. Somit konnte ich für wenige Euros ein tolles Arbeitstablett erstellen. Ich bin gespannt wie es dem kleinen Mann gefallen wird!

Trotzdem erkennbar…hoffe ich zumindest :)

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Verwendet habe ich einige der alten Wollbommeln von seinem Mobile. Diese können in den Schalen Platz finden und nach Lust und Laune eingeräumt, umgeräumt und ausgeräumt werden. Die Bilder habe ich schnell mit dem Handy gemacht, wenn ich mal wieder etwas Zeit habe, mache ich nocheinmal ordentliche Fotos.

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Jede Bommel hat einen Platz und der kleine Mann hat somit gleich eine Fehlerselbstkontrolle: ist eine Bommel übrig, muss noch ein Schälchen leer sein.

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Aus Sicherheitsgründen sind vor einigen Wochen bei uns alle Angebote mit Linsen oder anderen verschluckbaren Füllmaterialien abgeräumt worden. Da der kleine Mann dieses händeweise gegessen hat und davon Bauchweh bekam, musste er auf verschiedene Angebote leider verzichten. Vor einigen Tagen habe ich im Ramschladen dieses Service einer Zuckerdose und eines Milchkännchens gefunden und war gleich Feuer und Flamme. In der Hoffnung, dass die Linsenabstinenz Wirkung gezeigt hat, bot ich dem kleinen Mann heute diese Arbeitswanne an.

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Die Kanne kann per Hand oder mit einer Schaufelbewegung der Kanne mit Linsen gefüllt und der Inhalt in das Zuckerdöschen umgefüllt werden. Zunächst habe ich dem kleinen Mann meine Vorstellung des Arbeitsablaufes an dieser Wanne einmal vorgeführt. Linsen in dem Kännchen aufsammeln, Deckel von der Dose abnehmen und die Linsen in einer ruhigen Schüttbewegung einfüllen. Danach die Dose mit dem Deckel wieder verschließen. Er hat alles aufmerksam beobachtet und man spürte seine Ungeduld. Dann durfte er ran. Als erstes interessierte ihn jedoch der kleine Deckel, der sowohl auf die Zuckerdose, als auch auf das Milchkännchen gelegt werden kann.

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Bevor er seine ersten Schüttversuche unternahm, mussten beide Gefäße erst einmal gründlich untersucht werden. Das ging leider nur außerhalb der Wanne. Allerdings wäre es von einem 10 Monate alten Kind auch zu viel verlangt, seine Erkundungsunternehmungen auf eine kleine Waschwanne zu beschränken.

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Dann begann er die Gefäße etwas zu befüllen. Ich habe zwischendurch seine herausgenommen und abgelegten Teile des Service immer zurück in die Wanne gestellt. So richtig geklappt hat das Befüllen noch nicht und geschüttet hat er innerhalb der Wanne heute gar nicht. Da fehlt ihm einfach noch die Übung. Aber das ist nicht schlimm, er fand es sehr spannend und wird sich sicher freuen, morgen wieder mit der Wanne arbeiten zu können.

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Allerdings hat das Linsen essen noch nicht aufgehört. Mal sehen wie sich das weiterentwickelt. Den Großteil hat heute allerdings der Hund bekommen…

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So sehen die Arbeitsplätze des kleinen Mannes zurzeit aus:

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Im Wohnzimmer findet sich ausschließlich dieser Stapelturm. Überhaupt habe ich an allen Baustellen die Spielsachen stark reduziert, da ich immer mehr das Gefühl hatte, das ihn allein der Anblick mehrerer Spielsachen überfordert. Daher habe ich ein neues Tablett besorgt, in welchen er trotz der minimalistischen Ausstattung seiner Leidenschaft des Aus- und Umräumens nachgehen kann.

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Die Schlafzimmerbaustelle wurde auf einen Teppich reduziert. Hier finden sich seine Bücher und ein Körbchen mit Entdeckersteinen vom Flohmarkt. Allerdings muss der Bücherkorb ebenfalls noch etwas abspecken. Der Platz am Spiegel ist immer noch sehr beliebt bei ihm.

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Der Hauptspielplatz ist eigentlich die Flurbaustelle geworden. Hier grenzt die Küche an, welche aber durch ein Türgitter oft unzugänglich für ihn ist. Grund hierfür sind unter anderem seine Matschereien mit den Hundenäpfen und die Tatsache, dass wir es noch nicht geschafft haben Kindersicherungen in die Schränke einzubauen. Vor dem Türgitter hat er eine weiche Matte, wohin er regelmäßig ein Spielzeug mitnimmt oder sich der Altpapierkiste neben der Matte widmet. Auf dem Flurteppich stehen zur Zeit ein kleiner Kosmetikspiegel, ein Körbchen mit kleinen Herzdosen zum Öffnen und ein Holzauto mit Magnetbausteinen. Dafür ist er an sich noch zu jung, aber er hat Spaß daran das Auto ein Stück zu ziehen und den Anhänger mit den Steinen auszuräumen. Den Magneten am Kran können bisher zwar nur Mama und Papa bedienen, aber die Faszination seinerseits ist fast greifbar :)

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Im Flur befindet sich auch der kleine Sandkasten. Aber neben den Angeboten meinerseits, sucht sich der kleine Mann auch eigene Beschäftigungen. Den Schuhschrank leer räumen, ins Bad huschen und den Schrank mit den Dusch- und Shampoovorräten ausräumen oder die kleinen Boxen mit dem Hundespielzeug erkunden. Ausräumen und Umräumen – das ist seine Welt :)

 

Da unsere Pläne bezüglich des ersten Spielplatzbesuches aufgrund des ständigen Regenwetters immer wieder verschoben werden, hat der kleine Mann einen kleinen Privatsandkasten im Flur erhalten.

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Die Wanne ist aus Plastik und ist eigentlich für den Einbau in einen schwedischen Kleiderschrank gedacht gewesen. Der Besuch beim Möbelriesen vor einigen Tagen war in vielerlei Hinsicht erfolgreich. Immerhin soll der kleine Mann bald einen eigenen Waschplatz und eine Garderobe erhalten. Aber diese Wanne (ein Glücksfund im Lager, weil diese gegenüber der Spiegel lagen) ist einfach perfekt als Sandkasten. Der Rand ist nicht zu hoch und der kleine Mann hat viel Platz zum Arbeiten.

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Eingefüllt habe ich 3 Beutel Vogelsand, welchen ich zuvor einige Male gesiebt habe. Nun ist der Sand schön weich und ich habe gleich ein paar Dekosteinchen für die Teelichter.

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In den Sandkasten im Miniformat kann man verschiedenes Buddelzubehör oder auch Dinge zum Einbuddeln und Verstecken geben. Bei älteren Kindern zum Beispiel Figuren, Steine, Muscheln oder Muggelsteine. Da der kleine Mann alles in den Mund nimmt und zu schlucken versucht, hat er erstmal einen Trichter, eine Schippe und einen Rechen zum Arbeiten bekommen. Schälchen und Becher werden zur Zeit immer an den Mund geführt und ausgeleert, ein Nebeneffekt vom Trinken üben aus der Tasse :/

 

Bei uns wurde die ausrangierte Auflaufform viel und gerne genutzt. Einfach eine stabile (sicher stehende!) Schale oder Schüssel mit verschiedenen Inhalten füllen und anbieten. Diese Schale stand bei uns an der Krabbeldecke und sorgte für ordentlich Spannung und Erkundungsdrang.

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Hinein kam bei uns eigentlich alles: Linsen, Nudeln, Mais, Wallnüsse, Papierstreifen, Glöckchen und sehr beliebt: Eiswürfel!

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Natürlich immer unter Aufsicht, denn gefährlich werden sollte es für den kleinen Mann nicht! Die Schale mit den großen Nudeln gab es zum Beispiel nur einmal, da die Nudelröhren relativ leicht zerbrachen und ich somit fürchtete, dass der kleine Mann an einem dieser Stücke ersticken könnte.

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Aber versucht haben wir fast alles. Auch einzelne Spielzeuge, zum Beispiel ein Stoffteddy, lagen manchmal darin. So konnten diese in aller Ruhe erkundet und ausprobiert werden. Nebenbei wurde dann auch kein weiteres Spielzeug angeboten, um das kleine Köpfchen nicht zu überreizen.

Als der kleine Mann dann mobiler wurde und die Krabbeldecke nicht mehr ausreichte, ist die Schale in den Schrank gewandert und wurde von den Wohnungsbaustellen abgelöst. Aber da ich oft gefragt werde, was man den kleinsten Menschen als Anreiz anbieten kann, wollte ich es noch einmal zeigen. Wer noch weitere tolle Ideen für eine spannende Füllung hat, kann diese ja für andere Leser in den Kommentaren hinterlassen!

 


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