Montessori selbst gemacht …

Archive for Mai 2011

Langsam bekommt man nach dem Einkaufen das Gefühl an putzigen Tierstickern zu ersticken 🙂

Aber immer positiv denken, denn diese kleinen Klebebildchen kann man nicht nur schön in Alben kleben, sondern auch sehr schönes Sprachmaterial davon herstellen. Also, wenn schon, denn schon 🙂

Schneiden Sie sich aus einem hellen Tonkarton beliebig viele Kärtchen in den Größen 9cm x 6cm und 9cm x 4cm heraus.

Auf die größeren Kärtchen kleben Sie einen ausgesuchten Tiersticker auf.

Nun haben Sie mehrere Möglichkeiten zur Gestaltung eines Spieles. In meinem Spiel habe ich auf eine Seite des kleinen Kärtchens den Namen des Tieres mit zugehörigen Artikel notiert (z.B.: der Biber, das Zebra), auf die andere Seite habe ich ein Rätsel geschrieben, in welchem das richtige Tier erkannt und dem richtigem Bild zugeordnet werden muss.

Ein Beispiel: Auf dem Tisch liegen gut sichtbar alle Stickerkarten. Diese wurden beim Auflegen bereits einmal gemeinsam benannt. Die erste Rätselkarte wird gezogen und dem Kind laut vorgelesen.

„Wer hat ein braunes Fell, isst gerne Nüsse und springt von Baum zu Baum?“  Die richtige Antwort, das Eichhörnchen, bekommt nun seine Rätselkarte unter dem Sticker zugeordnet. Sollte Ihr Kind ein Tier nicht auf Anhieb erkennen, so stecken Sie die Rätselkarte nach unten zurück in den Stapel. So kann Ihr Kind am Ende per Ausschlussverfahren erkennen, um welches Tier es sich gehandelt hat.

Wenn Sie viele Sticker bereits doppelt besitzen, könnten Sie auch ein Tiermemory daraus anfertigen.

Schneiden Sie sich hierfür die nötige Anzahl Karten in den Maßen 9cm x 6cm aus dem Tonkarton heraus und bekleben diese mit den Stickern. Da ich bereits ein großes Repertoire an Tiermemorys besitze, habe ich zunächst keines angefertigt. Jedoch kam mir heute der Gedanke, dass das Kleben der Sticker eine Arbeit ist, welcher mein Patenkind sicher mit Begeisterung nachgehen würde. Vielleicht kann man ja ein Spiel auf Vorrat anfertigen, welches man später an Freunde beim Kindergeburtstag oder dem kleinen Geschwisterchen schenken könnte.

Sie benötigen für diese Zusatzkarten nicht zwangsläufig auch den Rosa Turm!

Aber folgendes bräuchten Sie zum Herstellen dann doch schon… 🙂

Tonkarton
Bleistift und Lineal   und
einen Buntstift.

Schneiden Sie sich aus dem Tonkarton 10 Karten in den Maßen 12cm x 12cm aus.

Zeichnen Sie auf jede Karte ein Quadrat. Das erste Quadrat sollte nur
1cm x1cm groß sein, das Quadrat auf der zweiten Karte 2cm x2cm, usw.. Das größte Quadrat auf der letzten (10.) Karte hat dann die Maße 10cm x 10cm.

Malen Sie die Quadrate mit einer Farbe aus.  Da mein „Rosa Turm“ naturfarben ist, habe ich auch die Karten in braun gehalten.

Zum Schluss zeichnen Sie die Ränder des Quadrates mit einem schwarzen Filzstift nach.

Fertig!

Nun zum Spiel:

Lassen Sie Ihr Kind die Karten nach der Größe der Quadrate sortiert auf den Boden legen. Das kleinste Quadrat kommt nach ganz links, das größte liegt am rechten Ende der Reihe. Üben Sie mit Ihrem Kind so die Begriffe „klein“ und „groß“.

Wenn Sie im Besitz des Rosa Turmes sind, lassen Sie Ihr Kind nach dem Legen der Karten die passenden Würfel des Turmes auf die Karten legen.

Hier einige Fotos zum besseren Verständnis:

Malen Sie auf die Tonkartonkarten immer größer werdende Quadrate.

Malen Sie die Quadrate aus und ziehen Sie die Ränder mit einem schwarzen Stift nach.

Die fertigen Karten

Lassen Sie ihr Kind die Würfel des Rosa Turmes auf die passenden Karten sortieren.

Das fertige Ergebnis

Sie benötigen für dieses Tablett:

2 gleiche Behälter,
ein darauf passendes Sieb,
einen Löffel,
Nudeln    und etwas Vogelsand.

Sieben Sie den Vogelsand zunächst einmal durch, um die etwas größeren Steinchen aus ihm herauszubekommen.

Nun Füllen Sie etwas Vogelsand und ein paar Nudeln (es gingen auch Reis, Linsen,…) in eines der Gefäße und vermischen sie.

Setzten Sie das Sieb auf den zweiten, leeren Behälter. Nun kann Ihr Kind mit dem Löffeln beginnen. Aufgabe ist es, den gesamten Inhalt des ersten Behälters durch das Sieb in seine zwei Bestandteile zu trennen. Durch das Rühren mit dem Löffel im Sieb, fällt der feine weiche Sand schnell herunter in das zweite Gefäß, während die Nudeln im Sieb hängenbleiben.

Lassen Sie ihr Kind so das komplette Sand-Nudelgemisch trennen und anschließend wieder zusammen schütten.

 

Mein Patenkind spielt mit diesem Tablett furchtbar gerne kochen. Ständig wird in den Gefäßen herumgerührt, auch manchmal mit dem Finger eine „Prise Salz“ aus dem herausgesiebten Sand entnommen und über die Nudeln verteilt. Ich wünsche auch Ihren Kindern viel Spaß damit!

Wichtig! Eine aufmerksame Blogleserin hat mich darauf hingewiesen, dass ich auf den Bildern mit der falschen „Löffelrichtung“ begonnen habe. Nach Montessori sollte das Kind immer von links nach rechts arbeiten, also in die spätere Schreibrichtung. Meine Fotos sind daher spiegelverkehrt. In unserer Einrichtung war es jedoch ok, dass der Behälter nach dem ersten Löffeln auch von rechts nach links zurückgelöffelt werden durfte. Streng genommen müsste man allerdings das Tablett nach dem ersten Löffeln drehen, um wieder in Schreibrichtung arbeiten zu können.

Aus der Kleiderkammer meiner Tante habe ich diesen tollen Holzlöffel plus mehrere Holzschälchen erhalten. Da bekommt man doch selber sofort Lust etwas herumzulöffeln 😀

Ich habe für diese Variante eines Löffelspieles Walnüsse als Material gewählt. Die passen perfekt auf den Löffel, sehen interessant aus und haben einen schönen Klang wenn Sie in die zweite Schüssel plumpsen. Aufgabe ist es, mithilfe des Löffels die Walnüsse von der einen in die andere Schale zu löffeln.

Mein Patenkind war auch sofort Feuer und Flamme. Es war schwer da noch alle Nüsse fürs Foto wieder zusammenzusuchen. 🙂

Eine andere Variante für das Arbeiten mit Walnüssen ist das Greifen mit einer Zange.

Je nachdem ob Sie schon viele Löffel- oder viele Greifspiele haben, können Sie die Walnüsse nach Wunsch einsetzen. Auch in Fühlsäckchen, Geräuschdosen (wenn sie denn groß genug sind) sind sie immer ein interessantes Arbeitsmittel für Kinder. Und natürlich sind diese großen Nüsse ein tolles Bastelmaterial. Auch als Legematerial könnte ich sie mir gut vorstellen.

Sie benötigen für dieses Fädelspiel:

eine Stopfnadel (Nadel ohne Spitze),
etwas Wolle   und
bunte Strohhalme.

Schneiden Sie die Strohhalme mit Hilfe einer Schere in etwa 1cm -1,5cm lange Stücke und füllen Sie sie in ein kleines Schälchen.

Schneiden Sie von der Wolle einen Faden in der gewünschten Länge ab. Für Ketten sollte er um die 30cm – 45cm lang sein.

Befestigen Sie ein Ende des Wollfadens mit einem einfachen Knoten an der Nadel, was ein Herabfallen während des Auffädelns unmöglich macht. An das andere Ende Knoten sie ein erstes Strohhalmstück.

Nun kann Ihr Kind mit dem Fädeln beginnen. Die Strohhalmstücke lassen sich mühelos über die Nadel schieben und ergeben nach kurzer Zeit eine schöne Kette. Zum Schluss knoten Sie den Faden von der Nadel wieder ab und binden die zwei Enden einfach zusammen. Fertig!

Die bunten Strohhalmschnipsel lassen sich auch prima für Farbenspiele oder zum Löffeln verwenden. Darauf komme ich bestimmt noch einmal zurück!

Sie benötigen für dieses Spiel:

10 kleine Gefrierdöschen,
Bastelfilz,
etwas buntes Papier   und
55 Muggelsteine oder sonstiges Legematerial.

Schneiden Sie sich aus dem Bastelfilz die Zahlen 1-10 heraus.

Messen Sie eine Seite der Gefrierdöschen aus und schneiden Sie sich aus dem bunten Papier passende Stücke heraus. Auf dieses Papier kleben Sie die Filzziffern.

Diese Kärtchen kleben Sie nun mit Hilfe von Doppelseitigem Klebeband auf eine Seite der Gefrierdöschen.

Zählen Sie aus Ihrem Vorrat 55 Muggelsteine ab und legen Sie sie auf den Tisch.

Beginnen Sie das Spiel so, dass Sie zunächst gemeinsam mit Ihrem Kind die Döschen in der richtigen Reihenfolge am oberen Tischrand aufstellen. Dabei können Sie jede Zahl noch einmal genau benennen und die Ziffer mit dem Finger nachstreichen.

Stehen die Döschen an ihrem Platz, beginnen Sie gemeinsam mit der Zuordnung der Muggelsteine. Sie können die Steine entweder sofort in die Döschen hineinlegen, oder sie zunächst vor ihnen aufreihen.

Wenn alle Steine erfolgreich auf die Döschen aufgeteilt sind, können Sie sie in die Döschen legen und diese mit dem Deckel sorgfältig schließen. So kann Ihr Kind am Ende durch schütteln, beobachten und wiegen der Döschen feststellen, dass je höher die Zahl, desto schwerer, lauter und voller die Döschen geworden sind.

Sie benötigen für dieses Spiel:

ein Spielzeug, egal ob Auto, Puppenschränkchen, kleine Box, …    und natürlich
ein Gummibärchen.

Achten Sie bei der Auswahl des Spielzeugs/Gegenstandes darauf, dass man das Gummibärchen auch in den Gegenstand hineinlegen kann.

Beginnen Sie das Spiel damit, dass sie Ihr Kind fragen, um welches Spielzeug es sich handelt. In meinem Beispiel ist es ein Spielzeugauto. Nun setzten Sie das Gummibärchen entweder neben, vor, hinter, auf, unter oder in das Auto und fragen Sie ihr Kind, wo sich das Gummibärchen nun befindet. So können sie spielerisch die Präpositionen mit Ihrem Kind üben. Natürlich darf das Gummibärchen am Ende des Spieles genüsslich aufgegessen werden! 🙂

Steigerung: Wenn Ihr Kind schon relativ fit in diesem Spiel ist, fügen Sie doch weitere Gegenstände zum Verstecken des Gummibärchens hinzu. So muss ihr Kind das Bärchen erst suchen, um ihnen anschließend mitteilen zu können, wo genau es sich gerade befindet.

Viel Spaß dabei!

Hier noch einige Bilder von meinem Bärenspiel:

Wo ist das Bärchen jetzt? Es steht vor dem Auto.

Wo ist es jetzt? Es steht hinter dem Auto.

So können Sie das Spiel immer weiterspielen. Finden Sie immer wieder neue Positionen für das Bärchen.

Wiederholen Sie Präpostionen die Ihr Kind noch nicht so gut beherrscht ruhig öfters hintereinander.

Am Schluss darf das Bärchen natürlich vernascht werden 🙂