Montessori selbst gemacht …

Posts Tagged ‘Sinnesmaterialien

Für dieses Arbeitstablett habe ich eine Schale große Knöpfe und eine kleine Kommode mit mehreren Schubkästen verwendet.

IMG_9600

Gefunden habe ich die kleine Kommode im Ramschladen in der Stadt, ganze 90 Cent musste ich dafür ausgeben. Die sind mittlerweile bereits abgespielt 😀 Gespielt wird wie folgt: Die Knöpfe werden nach Belieben in den kleinen Schubkästen verteilt. Das Öffnen der einzelnen Schubladen erfordert etwas Handgeschick, eine tolle Möglichkeit die Feinmotorik zu trainieren!

IMG_9587 IMG_9588 IMG_9589 IMG_9591

Auch das Schließen der Schublade, um an eine andere Lade heran zu kommen, will gelernt sein!

IMG_9592 IMG_9594

Die schönen bunten Knöpfe bilden einen guten Kontrast zur schlicht weißen Kommode. Sicher wären auch bunte Muggelsteine eine tolle Spielvariante!

IMG_9598

 

 

Advertisements

Da unsere Pläne bezüglich des ersten Spielplatzbesuches aufgrund des ständigen Regenwetters immer wieder verschoben werden, hat der kleine Mann einen kleinen Privatsandkasten im Flur erhalten.

IMG_8876

Die Wanne ist aus Plastik und ist eigentlich für den Einbau in einen schwedischen Kleiderschrank gedacht gewesen. Der Besuch beim Möbelriesen vor einigen Tagen war in vielerlei Hinsicht erfolgreich. Immerhin soll der kleine Mann bald einen eigenen Waschplatz und eine Garderobe erhalten. Aber diese Wanne (ein Glücksfund im Lager, weil diese gegenüber der Spiegel lagen) ist einfach perfekt als Sandkasten. Der Rand ist nicht zu hoch und der kleine Mann hat viel Platz zum Arbeiten.

IMG_8853 IMG_8855

Eingefüllt habe ich 3 Beutel Vogelsand, welchen ich zuvor einige Male gesiebt habe. Nun ist der Sand schön weich und ich habe gleich ein paar Dekosteinchen für die Teelichter.

IMG_8869 🙂

In den Sandkasten im Miniformat kann man verschiedenes Buddelzubehör oder auch Dinge zum Einbuddeln und Verstecken geben. Bei älteren Kindern zum Beispiel Figuren, Steine, Muscheln oder Muggelsteine. Da der kleine Mann alles in den Mund nimmt und zu schlucken versucht, hat er erstmal einen Trichter, eine Schippe und einen Rechen zum Arbeiten bekommen. Schälchen und Becher werden zur Zeit immer an den Mund geführt und ausgeleert, ein Nebeneffekt vom Trinken üben aus der Tasse :/

 

Bei uns wurde die ausrangierte Auflaufform viel und gerne genutzt. Einfach eine stabile (sicher stehende!) Schale oder Schüssel mit verschiedenen Inhalten füllen und anbieten. Diese Schale stand bei uns an der Krabbeldecke und sorgte für ordentlich Spannung und Erkundungsdrang.

IMG_8225 IMG_8227 IMG_8233

Hinein kam bei uns eigentlich alles: Linsen, Nudeln, Mais, Wallnüsse, Papierstreifen, Glöckchen und sehr beliebt: Eiswürfel!

IMG_8200 IMG_8204 IMG_8205

Natürlich immer unter Aufsicht, denn gefährlich werden sollte es für den kleinen Mann nicht! Die Schale mit den großen Nudeln gab es zum Beispiel nur einmal, da die Nudelröhren relativ leicht zerbrachen und ich somit fürchtete, dass der kleine Mann an einem dieser Stücke ersticken könnte.

IMG_8215 IMG_8217

Aber versucht haben wir fast alles. Auch einzelne Spielzeuge, zum Beispiel ein Stoffteddy, lagen manchmal darin. So konnten diese in aller Ruhe erkundet und ausprobiert werden. Nebenbei wurde dann auch kein weiteres Spielzeug angeboten, um das kleine Köpfchen nicht zu überreizen.

Als der kleine Mann dann mobiler wurde und die Krabbeldecke nicht mehr ausreichte, ist die Schale in den Schrank gewandert und wurde von den Wohnungsbaustellen abgelöst. Aber da ich oft gefragt werde, was man den kleinsten Menschen als Anreiz anbieten kann, wollte ich es noch einmal zeigen. Wer noch weitere tolle Ideen für eine spannende Füllung hat, kann diese ja für andere Leser in den Kommentaren hinterlassen!

 

Seit wenigen Wochen besitze ich die Fähigkeit zu häkeln – man lernt eben nie aus! Seitdem wimmelt es in der Wohnung von Wollknäuelresten, welche von wieder aufgedröselten Versuchsstücken stammen. Da das Patenkind (die tollste Wollrestverwerterin die ich kenne) weit weg wohnt und der kleine Mann noch zu klein für Wollbilder und Co ist, habe ich ihm heute diese Fühlbuchstaben gemacht.

20150118_102857

Dafür habe ich auf dicker Pappe die Buchstaben seines Namens gemalt, ausgeschnitten und mit den kleinen Wollknäulen umwickelt.

20150118_093549 20150118_094731 20150118_100315

So kamen die kleineren Wollknäuel endlich zum Einsatz und selbst kleinste Stücke konnte ich über die Buchstaben wickeln.

20150118_100714 20150118_101015 20150118_101946

Die Buchstaben haben eine einheitliche Größe von 10cm. Nachbastlern würde ich empfehlen, die Pappe mit doppelseitigem Klebeband zu versehen, da die Wolle, auch wenn man sie noch so fest wickelt, relativ rutschig ist. Ich vermute das diese Exemplare keine lange Haltbarkeit haben werden, aber das tut dem Spielspaß keinen Abbruch. Die bunten Buchstaben einfach in ein Kästchen stellen und fertig!

20150118_103201 20150118_103220

Da ließ der kleine Mann natürlich nicht lange auf sich warten 🙂

20150118_140916 20150118_140928 20150118_140930 20150118_140951 20150118_140958

20140917_182511a

Ich hatte es befürchtet – neben Studium, Haushalt, großem Hund und dem anderen alltäglichen Wahnsinn, blieb die Zeit für den Blog seit der Ankunft des kleinen Hosenkackers irgendwie auf der Strecke. Soviel sei zu ihm gesagt, er ist liebevoll anstrengend, hat eine Schwäche für Pandabären und Geschenkbänder und liebt es Blumen, Sträucher und Bäume zu betrachten und seit einigen Wochen auch danach zu greifen. Natürlich habe ich auch in den vergangenen Monaten an Montessori Projekten gearbeitet, allerdings nur für sehr kleine Menschen. 🙂  Da das Internet gut gefüllt ist mit Beispielen, wie sie ähnlich bei mir zuhause zu finden sind, wollte ich das Netz nicht mit weiteren selbstgebastelten Mobiles, Greif- und Bewegungsmotivations-Ideen vollstopfen. Vielleicht mache ich in den nächsten Wochen einfach eine kurze Bilderstrecke von den (meiner Meinung nach) gelungensten und den am besten angenommenen Dingen zum Nachbauen.

Heute war allerdings ein besonderer Tag, der kleine Hosenmatz durfte die Sonnenstrahlen in seiner eigenen Kastanienwanne genießen. Die Bauweise ist einfach, Kastanien vom Opa sammeln lassen und in eine alte Wäschewanne schütten.

20140917_18242020140917_182423

Da man auf den Kugeln sehr unbequem sitzt, habe ich dem kleinen Mann eine Sitzkuhle frei gelassen.

20140917_182441

Und dann kann es losgehen…Socken aus und rein in die Wanne!

20140917_18172820140917_181833a20140917_181725a

Bisher kannte er nur feineres „Bade-“ und Fühlmaterial, wie Linsen, Reis und Maiskörner. Die großen Kastanien waren da eine echte Abwechslung. Beim nächsten Spaziergang also unbedingt einsammeln!

 

Für das folgende Spiel habe ich die Umrisse der Ausstechformen auf einfachem weißen Papier aufgezeichnet und dieses anschließend einlaminiert.

SAMSUNG

Die Aufgabe ist denkbar einfach. Die Karten werden gemeinsam mt den Tieren in einem Körbchen bereitgestellt. Nun kann Ihr Kind die einzelnen Karten auf dem Tisch auflegen. Bereits hier können sie die Tiere gemeinsam bennen. Anschließend werden die Tiere aus dem Körbchen den richtigen Umrissen zugeordnet.

SAMSUNG SAMSUNG SAMSUNG

Auch hier können Sie die Zuordnungskärtchen mit dem Namen der Tiere verwenden.

SAMSUNG SAMSUNG

Ältere Kinder können die Tiere in einen Stoffsack legen und versuchen, die Formen der Tiere blind zu ertasten und zu erraten, welches Tier sie gerade in den Händen halten. Die auf dem Tisch ausgelegten Umrisskarten helfen dabei enorm. Versuchen Sie es einfach mal!

Für dieses Spiel brauchen Sie

verschiedene Finger- oder Wasserfarben,
weiße Farbe oder Deckweiß,
Pinsel,
kleine Kartonkärtchen    und
evtl. Haushaltsetiketten

Füllen Sie einen Klecks Fingerfarbe in ein Schälchen und malen Sie mit dieser Farbe eines der Haushaltsetiketten an.

Nun fügen sie einen Klecks weiße Farbe (oder Deckweiß) in das Schälchen hinzu und verrühren es gut. Der ursprüngliche Farbton wird nun etwas heller. Bemalen Sie mit dieser neuen Farbe ein weiteres Haushaltsetikett. Vermischen Sie nun einen weiteren Klecks weiß mit der Farbe.

Ich habe zu jeder Farbe 4 Farbtöne gemischt. Wenn Sie möchten können Sie natürlich auch mehrere Farbstufen herstellen.

Lassen Sie die Farbe auf den Klebeetiketten gut trocknen. In der Zwischenzeit können Sie aus hellem Tonkarton passende Karten zurechtschneiden. Auf diese kann später das Haushaltsetikett aufgeklebt werden.

Diese Art des Spieles finden Sie im Internet oft unter dem Namen „Schattierungsspiel“. Ich habe es mit meinem Patenkind auf diese Weise gespielt:

Legen sie die dunkelste Karte einer Farbe in die Tischmitte, z.B. die Farbe Grün. Sprechen Sie ihrem Kind vor: „Das ist ein dunkles grün“. Legen Sie nun den hellsten Farbton als Kontrast daneben. „Das ist ein helles grün“. Wiederholen sie noch einmal die Begriffe hell und dunkel. Legen Sie ihrem Kind beide Karten in die Hände und fordern Sie es auf, ihnen entweder die helle oder die dunkle Karte zu reichen. Hat ihr Kind dieses geschafft, kann es selber die Karten benennen.“Das ist hell und das ist dunkel.“ Nun können Sie die Zwischentöne hinzufügen. Das Kind soll versuchen diese Karten richtig einzuordnen. Links ist dunkel, recht ist hell. Es kann die Karten nahe aneinanderlegen, um die Farben besser vergleichen zu können. Ist eine Karte heller als die liegende Karte muss sie nach rechts gelegt werden, ist sie mit einem dunkleren Farbton bemalt muss sie nach links gelegt werden.

Gemeinsam haben wir so eine Art Farbensonne gelegt. Innen waren die dunklen Farben, welche nach außen hin immer heller strahlten.

Ich bin mir nicht sicher ob ich dieses Spiel so „Montessorigerecht“ gespielt habe, meinem Patenkind hat es allerdings gut gefallen. Ich denke das diese Karten sehr vielseitig einsetzbar sind. Wenn noch jemand eine tolle Idee zum Arbeiten mit den Karten hat, kann er diese gerne in den Kommentaren hinterlassen!

Noch etwas: Leider sind meine Karten relativ „unsauber“ geworden. Mein Patenkind stört es wohl nicht, eine sinnvolle Alternative zu selbstgemalten Farbkarten wären aber sicherlich Farbkarten aus dem Baumarkt. Einfach ausschneiden und aufkleben. Kostet nichts und sieht wahrscheinlich ordentlicher aus 😀