Montessori selbst gemacht …

Archive for Oktober 2014

Benutzt habe ich hierfür eine transparente Box mit Deckel und ein Stück rotes Geschenkband. Die Box stammt aus dem Sortiment des schwedischen Möbelriesen (wie die Lampe des kleinen Marsmännchen im übrigen auch). Da der Versuch, den kleinen Mann Gegenstände aus nicht einsehbaren Kartons und ähnlichem ziehen zu lassen kläglich gescheitert ist, habe ich mich für diese Einsteiger Variante entschieden.

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Als besonderer Anreiz ragt die Schnur ein Stück aus dem Deckel heraus, so dass sie nicht nur gut gegriffen, sondern auch in Ruhe befühlt und erkundet werden kann.

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Und dann kann es schon losgehen:

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Natürlich muss das Band erstmal in Ruhe genau untersucht werden 🙂

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Am Schluss wird auch die Box noch einmal in Augenschein genommen. Ein voller Erfolg!

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Diese Murmelbahn ist vielleicht nicht im klassischen Sinne eine Murmelbahn, aber die Funktion ist ihr doch gleich. Allerdings wandert hier keine kleine Glasmurmel, sondern ein roter Schaumstoffball durch einen ihm vorbestimmten Weg.

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Die Idee (gesehen auf einem Buchcover) dahinter war für mich, dass der kleine Mann sich neben diese Bahn setzen kann, sich durch ihren robusten Bau an ihr abstützen und festhalten kann, und das Geschehen in der Bahn sowohl gut einsehen als auch alles ergreifen kann.

Die Holzteile habe ich mir bereits im Baumarkt zuschneiden lassen. Leider kam auch hier wieder meine „Learning by doing“- Vorgehensweise an ihre Grenzen. Wie auf den Bildern unschwer zu erkennen, schließt das Dach nicht mit den Kanten des Häuschens ab. Aber das ist halb so wild, alles wurde gut abgeschliffen und der kleine Mann kann diesen Vorsprung eventuell sogar zum Festhalten nutzen.

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Zuerst habe ich die notwendigen Öffnungen für das Häuschen herausgesägt und abgeschliffen.

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Dann habe ich die Seitenteile des Häuschens mithilfe kleiner Holzschrauben zusammen gesetzt. Das Dach muss allerdings noch offen bleiben, da in das Häuschen die „Abrollvorrichtung“ für den Ball noch eingesetzt werden muss.  Anschließend wurde das Häuschen von unten an den Boden angeschraubt.

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Damit der Ball auch schön aus dem Häuschen herausrollt, habe ich ein Brett mithilfe eines kleinen Holzblockes schräg in dem Kasten angebracht.

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Nun habe ich mit kleinen Leisten den Boden eingezäunt, damit der Ball nicht über alle Berge flüchtet, sobald er die Murmelbahn durchlaufen hat. Somit bleibt der Ball immer in unmittelbarer Nähe des Häuschens und kann durch kurzes Krabbeln oder Poporutschen erreicht und wieder in die Bahn eingeworfen werden.

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Zum Schluss wird noch der Deckel aufgeschraubt. Unbedingt alle Kanten und Öffnungen gut abschleifen!

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Getestet hat die Bahn zunächst das Patenkind, das natürlich nicht immer so dreckige Arme hat, sondern extra für das Foto ihre Arbeit an der Matschküche unterbrochen hat. Ja, die ist tatsächlich noch immer im Einsatz und nach wie vor sehr beliebt!

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Ich bin sehr gespannt was der kleine Mann später von dieser Bahn halten wird. Die wilden Cousinen jedenfalls hatten ihren Spaß damit, auch wenn sie eher ihre Wurftechnik an ihr geübt haben. 🙂

Auf der Suche nach Motiven für die Bilderstrecke der am besten angenommenen Spiele für den kleinen Mann wurde eines schnell klar… es sind keine Besonderheiten dabei. Unsere Wohnung hat den gleichen Durchlauf erlebt wie man es sich eben so vorstellt. Mobiles mit bunten Wollbommeln oder kleinen Elfen aus verschiedenen Baumwollstoffen, ein Gummitwist quer über dem Bett an dem Holzringe, Glocken aus dem Weihnachtsdekokarton, kleine Stoffmäuse und einfache Stoffbänder als Greifmotivation angeknotet wurden, ein Holzgestell vom Flohmarkt mit Entchen und Glöckchen dran, Rasseln, Greiflinge, Quietschetiere usw. . Und alles war super! In liebevoller Kleinarbeit wurden zudem verschiedene Kartons, Dosen und Verpackungen in Glitzerfolie verpackt, da diese den kleinen Mann am meisten fasziniert haben. Schüsseln oder Auflaufformen voll mit Reis, Linsen oder Maiskörnern stehen ebenfalls immer in der Nähe der Krabbeldecke.

Was allerdings seit der Fertigstellung bis heute ein Renner ist, ist eine mit Glasfarbe selbst bemalte Lampe. Die sollte an und für sich irgendwann mal als Nachtischlampe dienen, aber der kleine Mann liebt sie heiß und innig. Sie hat einen festen Platz an der Krabbeldecke bekommen und leuchtet nicht nur in den Abendstunden oder in extra abgedunkelten Kuschelstunden. Meist grüßt das kleine Marsmännchen den ganzen Tag.

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Die Kosten hierfür waren ertragbar, die Farbe daran war das Teuerste. Etwas Stolz schwingt da schon mit, es war doch etwas Arbeit und das er für diese Lampe anstrengende Minuten den Kopf gehoben oder sich später zu hier hingedreht hat, haben das Mutterherz natürlich hüpfen lassen.

Ich hatte mir in der Schwangerschaft das Ziel gesetzt, möglichst nur Holzspielsachen und viel selbst Gemachtes dem Kleinen zum Welterkunden anzubieten. Ich habe versucht es umzusetzen und viel Zeit und Kraft darin investiert. Aber der kleine Mann hat eben eigene Vorlieben. Trotz selbstgenähter Kuschelfreunde hat er am liebsten den gekauften Drachen, den der Papa im Laden gegen viel Widerstand meinerseits durchsetzen konnte. Und das Geschenk einer Freundin, ein Greifball aus Plastik, den wir liebevoll seine Discokugel nennen, musste bei jedem Ausflug dabei sein. Ich sage es ehrlich, denn oft bin ich etwas verunsichert wenn ich Bilder und Einträge in anderen Blogs lese. So perfekt schaffe ich es nicht. Und es hat mich viel Zeit gekostet das einzugestehen und zu akzeptieren. Nur falls es einigen Lesern auch auf diesem Blog so gehen sollte. Es tut mir leid das ich nun keine großartigen Neuigkeiten in Punkto Kleinstkinderförderung anpreisen kann. Aber die waren auch einfach nicht nötig.

In den nächsten Tagen kann ich den Bau seiner ersten Murmelbahn zeigen. Für die muss er zwar erstmal sitzen können, aber wer weiß wie schnell es soweit ist…