Montessori selbst gemacht …

Posts Tagged ‘Feinmotorik

Da habe ich mal kurz die Schlafpause des kleinen Mannes genutzt um ein wenig im Internet zu surfen, und dann lande ich gleich so einen Volltreffer 🙂

Gefunden habe ich diese tolle Idee hier: https://linchent.wordpress.com/2015/05/25/filzquadrate-fadeln/

img_6754

Quelle: Wochen mit Lina (Mai 2015)

Aufgabe ist es, die mit einem Schlitz versehenden Filzquadrate auf einem Band aufzufädeln. Mithilfe eines angenähten Knopfes kann das Kind das Band einfach durch die Quadrate durchknöpfen. Eine tolle Idee! Danke fürs teilen!

Advertisements

Für dieses Arbeitstablett habe ich eine Schale große Knöpfe und eine kleine Kommode mit mehreren Schubkästen verwendet.

IMG_9600

Gefunden habe ich die kleine Kommode im Ramschladen in der Stadt, ganze 90 Cent musste ich dafür ausgeben. Die sind mittlerweile bereits abgespielt 😀 Gespielt wird wie folgt: Die Knöpfe werden nach Belieben in den kleinen Schubkästen verteilt. Das Öffnen der einzelnen Schubladen erfordert etwas Handgeschick, eine tolle Möglichkeit die Feinmotorik zu trainieren!

IMG_9587 IMG_9588 IMG_9589 IMG_9591

Auch das Schließen der Schublade, um an eine andere Lade heran zu kommen, will gelernt sein!

IMG_9592 IMG_9594

Die schönen bunten Knöpfe bilden einen guten Kontrast zur schlicht weißen Kommode. Sicher wären auch bunte Muggelsteine eine tolle Spielvariante!

IMG_9598

 

 

Aus Sicherheitsgründen sind vor einigen Wochen bei uns alle Angebote mit Linsen oder anderen verschluckbaren Füllmaterialien abgeräumt worden. Da der kleine Mann dieses händeweise gegessen hat und davon Bauchweh bekam, musste er auf verschiedene Angebote leider verzichten. Vor einigen Tagen habe ich im Ramschladen dieses Service einer Zuckerdose und eines Milchkännchens gefunden und war gleich Feuer und Flamme. In der Hoffnung, dass die Linsenabstinenz Wirkung gezeigt hat, bot ich dem kleinen Mann heute diese Arbeitswanne an.

IMG_8980

Die Kanne kann per Hand oder mit einer Schaufelbewegung der Kanne mit Linsen gefüllt und der Inhalt in das Zuckerdöschen umgefüllt werden. Zunächst habe ich dem kleinen Mann meine Vorstellung des Arbeitsablaufes an dieser Wanne einmal vorgeführt. Linsen in dem Kännchen aufsammeln, Deckel von der Dose abnehmen und die Linsen in einer ruhigen Schüttbewegung einfüllen. Danach die Dose mit dem Deckel wieder verschließen. Er hat alles aufmerksam beobachtet und man spürte seine Ungeduld. Dann durfte er ran. Als erstes interessierte ihn jedoch der kleine Deckel, der sowohl auf die Zuckerdose, als auch auf das Milchkännchen gelegt werden kann.

IMG_8986 IMG_8920

Bevor er seine ersten Schüttversuche unternahm, mussten beide Gefäße erst einmal gründlich untersucht werden. Das ging leider nur außerhalb der Wanne. Allerdings wäre es von einem 10 Monate alten Kind auch zu viel verlangt, seine Erkundungsunternehmungen auf eine kleine Waschwanne zu beschränken.

IMG_8932 IMG_8931 IMG_8934 IMG_8951

IMG_8944

Dann begann er die Gefäße etwas zu befüllen. Ich habe zwischendurch seine herausgenommen und abgelegten Teile des Service immer zurück in die Wanne gestellt. So richtig geklappt hat das Befüllen noch nicht und geschüttet hat er innerhalb der Wanne heute gar nicht. Da fehlt ihm einfach noch die Übung. Aber das ist nicht schlimm, er fand es sehr spannend und wird sich sicher freuen, morgen wieder mit der Wanne arbeiten zu können.

IMG_8920

Allerdings hat das Linsen essen noch nicht aufgehört. Mal sehen wie sich das weiterentwickelt. Den Großteil hat heute allerdings der Hund bekommen…

IMG_8960

Da unsere Pläne bezüglich des ersten Spielplatzbesuches aufgrund des ständigen Regenwetters immer wieder verschoben werden, hat der kleine Mann einen kleinen Privatsandkasten im Flur erhalten.

IMG_8876

Die Wanne ist aus Plastik und ist eigentlich für den Einbau in einen schwedischen Kleiderschrank gedacht gewesen. Der Besuch beim Möbelriesen vor einigen Tagen war in vielerlei Hinsicht erfolgreich. Immerhin soll der kleine Mann bald einen eigenen Waschplatz und eine Garderobe erhalten. Aber diese Wanne (ein Glücksfund im Lager, weil diese gegenüber der Spiegel lagen) ist einfach perfekt als Sandkasten. Der Rand ist nicht zu hoch und der kleine Mann hat viel Platz zum Arbeiten.

IMG_8853 IMG_8855

Eingefüllt habe ich 3 Beutel Vogelsand, welchen ich zuvor einige Male gesiebt habe. Nun ist der Sand schön weich und ich habe gleich ein paar Dekosteinchen für die Teelichter.

IMG_8869 🙂

In den Sandkasten im Miniformat kann man verschiedenes Buddelzubehör oder auch Dinge zum Einbuddeln und Verstecken geben. Bei älteren Kindern zum Beispiel Figuren, Steine, Muscheln oder Muggelsteine. Da der kleine Mann alles in den Mund nimmt und zu schlucken versucht, hat er erstmal einen Trichter, eine Schippe und einen Rechen zum Arbeiten bekommen. Schälchen und Becher werden zur Zeit immer an den Mund geführt und ausgeleert, ein Nebeneffekt vom Trinken üben aus der Tasse :/

 

Bei uns wurde die ausrangierte Auflaufform viel und gerne genutzt. Einfach eine stabile (sicher stehende!) Schale oder Schüssel mit verschiedenen Inhalten füllen und anbieten. Diese Schale stand bei uns an der Krabbeldecke und sorgte für ordentlich Spannung und Erkundungsdrang.

IMG_8225 IMG_8227 IMG_8233

Hinein kam bei uns eigentlich alles: Linsen, Nudeln, Mais, Wallnüsse, Papierstreifen, Glöckchen und sehr beliebt: Eiswürfel!

IMG_8200 IMG_8204 IMG_8205

Natürlich immer unter Aufsicht, denn gefährlich werden sollte es für den kleinen Mann nicht! Die Schale mit den großen Nudeln gab es zum Beispiel nur einmal, da die Nudelröhren relativ leicht zerbrachen und ich somit fürchtete, dass der kleine Mann an einem dieser Stücke ersticken könnte.

IMG_8215 IMG_8217

Aber versucht haben wir fast alles. Auch einzelne Spielzeuge, zum Beispiel ein Stoffteddy, lagen manchmal darin. So konnten diese in aller Ruhe erkundet und ausprobiert werden. Nebenbei wurde dann auch kein weiteres Spielzeug angeboten, um das kleine Köpfchen nicht zu überreizen.

Als der kleine Mann dann mobiler wurde und die Krabbeldecke nicht mehr ausreichte, ist die Schale in den Schrank gewandert und wurde von den Wohnungsbaustellen abgelöst. Aber da ich oft gefragt werde, was man den kleinsten Menschen als Anreiz anbieten kann, wollte ich es noch einmal zeigen. Wer noch weitere tolle Ideen für eine spannende Füllung hat, kann diese ja für andere Leser in den Kommentaren hinterlassen!

 

Diese Murmelbahn ist vielleicht nicht im klassischen Sinne eine Murmelbahn, aber die Funktion ist ihr doch gleich. Allerdings wandert hier keine kleine Glasmurmel, sondern ein roter Schaumstoffball durch einen ihm vorbestimmten Weg.

20141003_173537

Die Idee (gesehen auf einem Buchcover) dahinter war für mich, dass der kleine Mann sich neben diese Bahn setzen kann, sich durch ihren robusten Bau an ihr abstützen und festhalten kann, und das Geschehen in der Bahn sowohl gut einsehen als auch alles ergreifen kann.

Die Holzteile habe ich mir bereits im Baumarkt zuschneiden lassen. Leider kam auch hier wieder meine „Learning by doing“- Vorgehensweise an ihre Grenzen. Wie auf den Bildern unschwer zu erkennen, schließt das Dach nicht mit den Kanten des Häuschens ab. Aber das ist halb so wild, alles wurde gut abgeschliffen und der kleine Mann kann diesen Vorsprung eventuell sogar zum Festhalten nutzen.

20141003_130119 20141003_130124

Zuerst habe ich die notwendigen Öffnungen für das Häuschen herausgesägt und abgeschliffen.

20141003_132808 20141003_132827

Dann habe ich die Seitenteile des Häuschens mithilfe kleiner Holzschrauben zusammen gesetzt. Das Dach muss allerdings noch offen bleiben, da in das Häuschen die „Abrollvorrichtung“ für den Ball noch eingesetzt werden muss.  Anschließend wurde das Häuschen von unten an den Boden angeschraubt.

20141003_162818

Damit der Ball auch schön aus dem Häuschen herausrollt, habe ich ein Brett mithilfe eines kleinen Holzblockes schräg in dem Kasten angebracht.

20141003_170046 20141003_170056

Nun habe ich mit kleinen Leisten den Boden eingezäunt, damit der Ball nicht über alle Berge flüchtet, sobald er die Murmelbahn durchlaufen hat. Somit bleibt der Ball immer in unmittelbarer Nähe des Häuschens und kann durch kurzes Krabbeln oder Poporutschen erreicht und wieder in die Bahn eingeworfen werden.

20141003_171618 20141003_171610

Zum Schluss wird noch der Deckel aufgeschraubt. Unbedingt alle Kanten und Öffnungen gut abschleifen!

20141003_173537

Getestet hat die Bahn zunächst das Patenkind, das natürlich nicht immer so dreckige Arme hat, sondern extra für das Foto ihre Arbeit an der Matschküche unterbrochen hat. Ja, die ist tatsächlich noch immer im Einsatz und nach wie vor sehr beliebt!

20141003_173606 20141003_173609 20141003_173611 20141003_173635

Ich bin sehr gespannt was der kleine Mann später von dieser Bahn halten wird. Die wilden Cousinen jedenfalls hatten ihren Spaß damit, auch wenn sie eher ihre Wurftechnik an ihr geübt haben. 🙂

Ein schönes Tablett für Blumenliebhaber und praktisch denkende Resteverwerter 😀

Sie brauchen:

ein Tablett
eine Schnittblume (es darf auch eine leicht angewelkte aus der Blumenvase sein)
Bilder der ausgewählten Blumenart
passend zugeschnittenen Tonkarton
eine „Aufbauskizze“ der Blume
mehrere kleine Behälter
eine Lupe (die ich leider nicht habe, aber sie sollte unbedingt dazu gelegt werden!)

Drucken Sie sich aus dem Internet schöne Bilder ihrer Blume und derer Eigenschaften aus. Ich habe für dieses Tablett eine Rose ausgewählt. Manchmal findet man auch in Werbeprospekten oder Zeitschriften schöne Bilder. Schneiden Sie sich diese Bilder auf eine einheitliche Größe zurecht und kleben Sie diese auf vorher zurechtgeschnittene Tonkartonkarten. Meine Karten haben die Maße 11cm x 15cm.

IMG_6574 IMG_6575 IMG_6578 IMG_6577
Die Aufbauskizze habe ich bei Wikipedia gefunden. Um die Karten stabiler und auch haltbarer zu machen, habe ich sie einlaminiert. Anschließend können Sie einige Namenschilder einlaminieren, welche Sie für die Benennung der einzelnen Bestandteile der Blume unter die kleinen Behälter legen können.
IMG_6576 IMG_6582

Ordnen Sie alle Teile ansprechend auf dem Tablett an. Achten Sie darauf, dass das Tablett nicht zu klein ist!

IMG_6579 IMG_6580
Lassen Sie ihr Kind die Aufbau Karte an dem oberen Rand des Tabletts aufstellen. Nun kann es mit der Betrachtung der Blume beginnen. Alle Sinne können dabei genutzt werden! Sprechen Sie gemeinsam mit ihrem Kind den Aufbau der Rose durch. Vielleicht kann man schon jetzt einige Teile von der Karte an der Blume finden! Die Fotokarten können mit der Schnittblume verglichen werden, und ihr Kind kann ein Gespür dafür bekommen, in welchen Varianten diese Blume sonst noch zu finden ist, oder welche Merkmale diese Blumenart aufweisen kann.
Zum Schluss darf die Blume vorsichtig auseinander genommen werden und die Einzelteile sortiert in in die kleinen Behälter aufgeteilt werden.
IMG_6586 IMG_6584 IMG_6587
Die Einzelteile können wiederum noch einmal genauer betrachtet, befühlt und natürlich auch berochen werden. Sicherlich haben Kinder auch gemeinsam Freude daran, dieses Tablett zu bearbeiten. Schließlich gibt es immer wieder neues zu entdecken an den ganzen Einzelteilen, welche zuvor oft durch die schönen Blütenblätter verborgen werden.

Ich wünsche Ihnen und ihrem Kind viel Spaß bei diesem Tablett!