Montessori selbst gemacht …

Archive for Februar 2011

Sie benötigen:

1 Tablett
2 gleiche Gefäße
ein Löffel     und
ein Füllmaterial wie zum Beispiel getrockneter Mais, Linsen, Reis,…

Stellen Sie auf ein Tablett 2 gleiche Gefäße. Meine zwei Plastikgläser habe ich für insgesamt 20 Cent aus einer 10 Cent Kisten im Ramschladen erworben. Suchen Sie ruhig Gefäße aus, welche die Kinder in ihrem Alltag nicht benutzen und welche eine ansprechende Form und Farbe haben.

Stellen Sie die zwei Gläser nebeneinander auf das Tablett. Füllen Sie nun in eines der Gefäße eine kleine Menge von dem gewünschten Füllmaterial. In meine Gläser habe ich getrocknete Sonnenblumenkerne zum Brotbacken verwendet. Noch schöner wären richtige Sonnenblumenkerne (vielleicht aus einem Vogelfutter rausgepickt) gewesen.

Legen Sie vor die Gefäße auf dem Tablet ein Werkzeug zum Löffeln, sei es ein Suppenlöffel, ein Teelöffel, … .

Nun kann es losgehen. Zeigen Sie ihrem Kind wie Sie in langsamen und ruhigen Bewegungen mit dem Löffel das erste Gefäß leeren und die Sonnenblumenkerne vorsichtig in das zweite Gefäß löffeln. Machen Sie das so lange, bis sich in dem Gefäß nur noch kleine Mengen an Sonnenblumenkernen befindet. Für die letzten Körner können Sie das Gefäß auch leicht anheben und den Inhalt mithilfe des Löffels in das zweite Gefäß schütten, bzw. auskratzen.

Ist das erste Gefäß leer, beginnen Sie mit dem Löffel die Körner wieder aus dem zweiten Gefäß zurück in das erste zu löffeln. Diese Übung hilft ihrem Kind die Bewegungsabläufe und den Umgang mit dem Löffel zu trainieren. Schon bald wird es so zum Beipspiel sicher einen Löffel Joghurt oder Suppe zum Mund führen können.

Wichtig! Eine aufmerksame Blogleserin hat mich darauf hingewiesen, dass ich auf den Bildern mit der falschen „Löffelrichtung“ begonnen habe. Nach Montessori sollte das Kind immer von links nach rechts arbeiten, also in die spätere Schreibrichtung. Meine Fotos sind daher spiegelverkehrt. In unserer Einrichtung war es jedoch ok, dass der Behälter nach dem ersten Löffeln auch von rechts nach links zurückgelöffelt werden durfte. Streng genommen müsste man allerdings das Tablett nach dem ersten Löffeln drehen, um wieder in Schreibrichtung arbeiten zu können.

Hier noch einige Bilder von meinem Löffelspiel:

Sie brauchen für diese Übung ein kleines Tablett, 2 schöne Gefäße und einen Löffel.

Füllen Sie in eines der Gefäße ein paar Körner oder Reis. Am Besten etwas, das beim Umlöffeln in das andere Gefäß ein Geräusch macht.

Nun kann es losgehen: …

Beginnen Sie mit dem Löffel die Körner von dem ersten Glas …

… in das zweite Glas zu löffeln.

Ist das geschafft, können die Körner wieder zurück gelöffelt werden. Die Fehlerselbstkonrotlle ist gut sichtbar: Sind viele Körner auf das Tablett gefallen, kann dieses Spiel noch oft geübt werden.

Der Spindelkasten, welcher zu dem Mathematik Materialien von Maria Montessori zählt, hilft Kindern beim Erlernen und Begreifen von Mengen und dem Verstehen der Zahl O.

Sie benötigen für diese Variante:

10 Schälchen  (meine sind aus einem Ramschladen, 3 Stück für 1 Euro / Porzellan Auflaufschälchen)
45 Muggelsteine
ein wenig Bastelfilz
kleine Wäscheklammern aus dem Bastelgeschäft oder wenn vorhanden auch aus dem Ramschladen (Packung für 1 Euro)  und
ein wenig Stoff.

Die Idee für die Form der Zahlenschildchen habe ich hier gefunden:

http://www.evchens.de/sogehts/downloads.html (Formenerklärung)
http://sunshinescreations.vintagethreads.com/2007/03/tutorial-on-english-paper-piecing.html  (sehr gute bebilderte Anleitung)

Nähen Sie die Schildchen nach der Anleitung aus dem zweiten Link.

Nun malen Sie sich auf dem Bastelfilz die Zahlen von O-9 so auf, dass Sie sie gut ausschneiden können. Löcher im Filz, die zum Beispiel bei der 8 und auch der 4 gebraucht werden, habe ich mit einem einfachen Locher gemacht.

Nähen oder kleben Sie die fertigen Ziffern auf die Schildchen auf und kleben Sie mit Hilfe einer Heißklebepistole an jedes Schildchen eine kleine Wäscheklammer.

Zählen Sie aus Ihrem Vorrat genau 45 Muggelsteine ab und füllen Sie sie in ein geeignetes Schälchen.

Nun kann es schon losgehen: Befestigen Sie die Klammern am hinteren Rand der Schälchen, so dass Sie und ihr Kind die darauf befindliche Ziffer gut erkennen können. Bringen Sie die Schälchen in die richtige Reihenfolge. Angefangen bei der Zahl O, bis hin zur Zahl 9.

Ihr Kind hat nun die Aufgabe, in jedes Schälchen die Menge an Muggelsteinen zu legen, welche auf dem Schildchen am Rand angezeigt wird. In das Schälchen mit der Ziffer 1 muss also nur ein Muggelstein liegen, im Schälchen mit der Ziffer 8 müssen acht Muggelsteine liegen. Da die Muggelsteine abgezählt sind, müssen am Ende alle Steine aufgebraucht sein. Sind Steine übrig oder fehlen bei der Ziffer 9 einige Steine, so muss ihrem Kind irgendwo ein kleiner Fehler unterlaufen sein. Diese Fehlerselbstkontrolle ermöglicht Ihrem Kind, sich und seine Arbeit auch selbstständig zu überprüfen.

Das besondere Augenmerk liegt bei dem Spindelkasten auf der Ziffer O. Ihr Kind kann mit Hilfe dieses Materials leicht erkennen, was die Zahl O, also auch die Menge O bedeutet. Dieses Schälchen hat keine Steine.

Fazit für Ihr Kind:  Je höher die Zahl, desto sichtbar voller wird das Schälchen. Die Zahl Null bedeutet eine leere Menge.

Dies ist nur eine (!) Möglichkeit für den Bau eines Spindelkasten. Schön an dieser Variante ist, das die Kinder beim Legen der Steine in das Schälchen ein Klackgeräusch hören. Viele Kinder spornt dieses Geräusch an und unterstützt sie beim Zählenlernen. Der Nachteil ist, dass die gelegte Menge nicht wie beim Original mit den Händen gewogen werden kann.

Hier die Bilder meines Spindelkastens:

Zeichnen Sie auf Bastelfilz die Ziffern 0-9 auf und kleben Sie sie auf die genähten Schildchen.

Befestigen Sie mit Heißkleber eine kleine Wäschklammer an die Rückseite des Schildchens.

Zählen Sie aus Ihrem Vorrat genau 45 Muggelsteine ab.

Ordnen Sie die Schälchen mit Ihrem Kind in der richtigen Reihenfolge an.

Beginnen Sie mit ihrem Kind gemeinsam mit dem Legen der Steine.

So sollten die Zahlen 1-3 aussehen...

... und so die Zahlen 6 und 7.

Das Schälchen mit der Zahl 0 bleibt leer.

Das fertige Ergebnis mit Fehlerselbstkontrolle: alle Steine müssen aufgebraucht sein.

Für einige Montessori Übungen, wie zum Beispiel die Schüttübungen, benötigen Sie eine Flüssigkeit, bzw. ein wenig Wasser. Sehr ansprechend für Kinder ist es natürlich, wenn dieses Wasser bunt gefärbt ist. Dies hat auch den Vorteil, das man die kräftigen Farben viel besser sieht als naturbelassenes Wasser.

Zum Färben können Sie zum Beispiel Lebensmittelfarbe oder Ostereierfarbe nehmen.

Am Besten eignet sich jedoch ein kleines Stück Krepppapier in der gewünschten Farbe.

Füllen Sie in den sauberen Behälter die gewünschte Menge Leitungswasser ein. Nun legen Sie das Stück farbige Kreppapier in das Wasser und rühren mit einem Löffel die Flüssigkeit um. Nach und nach gibt das Krepppapier seine Farbe an das Wasser ab.

Fertig!

Hier das Ganze noch einmal in Bildern:

Zum Wasserfärben eignet sich am Besten ein kleines Stück farbiges Krepppaier.

Füllen Sie in einen sauberen Behälter die gewünschte Menge Leitungswasser.

Legen Sie das Stück Krepppapier ins Wasser ...

... und rühren alles mit einem Löffel um. Fertig!

Sie benötigen hierfür lediglich ein Tablett mit einem etwas höherem Rand und eine Packung Vogelsand.

Da der Vogelsand meist noch sehr grobkörnig ist, sollten Sie die dunklen kleinen Steine vor Gebrauch mit einem Sieb heraussieben. Diese kleine Steinchen eignen sich im Übrigen hervorragend als Dekosteinchen für Teelichtgläser.

Verteilen Sie nun den Sand gleichmäßig auf dem Tablett.

Das Sandtablett hat den Vorteil, das man es für viele Dinge einsetzten kann ohne das es verändert werden muss. Für jüngere Kinder ist es eine schöne Alternative zum Malen mit Stift und Zettel, für ältere Kinder ist es eine große Hilfe zum Zahlen und Buchstaben schreiben erlernen.

Hierfür malen sie in den Sand die Gewünschte Ziffer oder den gewünschten Buchstaben vor und fordern ihr Kind auf, die Linien einige Male mit seinem Finger nachzufahren. Dann kann Ihr Kind sich selbst probieren. Das tolle an dem Sandtablett ist, das durch ein kurzes leichtes schütteln des Tabletts alle Zeichnungen wieder verschwinden und von vorn begonnen werden kann.

Hier noch einige Bilder zum Sandtablett:

Geben Sie den Sand auf ein Tablett, welches einen etwas hören Rand besitzt.

Verteilen Sie den Sand gleichmäßig auf dem Tablett.

Zeigen Sie ihrem Kind wie man mit den Fingern im Sand zeichnen kann.

Ältere Kinder können auch das Buchstaben und ...

... Zahlen schreiben so leicht üben.

Auch sehr beliebt in unserer Einrichtung -

- der eigene Handabdruck im Sand.

Sie können auch ein Hilfswerkzeug anbieten - eine Gabel zum Beispiel macht schöne feine Fugen in den Sand.

Viel Spaß beim Ausprobieren! 😀

Sie benötigen:

2 kleine Glasfläschchen (z.B. leergespülte Gläser von Kaffeesahne)
1 Trichter und
eine Schüssel oder ein Tablett mit einem etwas höherem Rand.

Füllen Sie in eines der zwei Glasfläschchen etwas bunt gefärbtes Wasser. Zum Färben eignet sich am Besten ein kleines Stück farbiges Krepppapier, welches im Wasser seine Farbe verliert.

Stellen Sie die zwei Glasfläschchen nebeneinander in eine Schüssel oder auf ein Tablett, das einen so hohen Rand hat, das nichts herauslaufen kann. Gerade bei jüngeren Kindern, die das Schütten gerade erst entdecken, geht oft etwas daneben.

Nun kann es losgehen. Zeigen Sie Ihrem Kind wie sie den Trichter in das leere Gefäß stecken. Greifen Sie mit Ihrer Hand nach dem vollen Gefäß und halten mit der anderen Hand den Trichter vorsichtig fest. Nun beginnen Sie damit, das farbige Wasser langsam und vorsichtig durch den Trichter in das andere Fläschchen zu gießen.

Wenn das Wasser komplett durch den Trichter geflossen ist, stellen sie das geleerte Fläschchen an seinen Platz in der Schüssel zurück und stecken den Trichter nun in seinen Hals. Greifen Sie bewusst mit der anderen Hand als zuvor nach dem nun gefüllten Fläschen und schütten Sie in langsamen und ruhigen Bewegungen das bunte Wasser wieder zurück in das erste Gefäß.

Nun kann Ihr Kind sich im Schütten probieren. Geben Sie zu Beginn am Besten nur soviel Wasser in das Fläschchen, das der Trichter selbst beim schnellen Umschütten nicht überlaufen kann. Mein Patenkind hat dieses Spiel mit 1,5 Jahren für sich entdeckt und spielt es auch heute noch sehr gerne.

Hier einige Bilder von meinem Schütt-Spiel:

Zubehör für das Schütt-Spiel

Stellen Sie die Gefäße nebeneinander in die Schüssel und stecken Sie in das leere Gefäß den Trichter.

Füllen sie langsam das bunte Wasser durch den Trichter in das leere Gefäß.

Ist das erste Gefäß geleert, stellen Sie es an seinen Platz zurück.

Stecken Sie den Trichter um.

Füllen Sie das Wasser nun mit der anderen Hand in das erste Gefäß zurück.

Sie benötigen:

Ein Stück Holz (egal ob quadratisch, rechteckig oder rund),
Nägel und viele bunte Haushaltsgummis.

Schneiden Sie sich ein Stück Holz zurecht. Schmirgeln Sie das Holz sorgfältig ab, damit Ihr Kind sich beim Spielen später keine Splitter zuziehen kann. Wer möchte kann das Holz anschließend noch mit einer Farbe oder mit Klarlack lackieren.

Nun hämmern sie an verschiedenen Stellen kleine Nägel in das Holz. Die Nägel sollten ca. 1cm aus dem Holz herausragen. Die Abstände der Nägel zueinander sollten nicht größer als 2 cm sein.

Nun kann es eigentlich schon losgehen: Zeigen Sie ihrem Kind wie Sie verschieden farbige Gummibänder über die Nägelköpfe spannen. So entstehen nicht nur schöne Bilder, auch geometrische Formen können so ganz einfach gestaltet werden. Viel Spaß!

Bilder folgen noch…

Hier ein Link den ich gefunden habe. Hier wird von einer Schulklasse noch einmal ganz genau die Bauweise erklärt:

http://www.math.uni-frankfurt.de/~schreibe/WQ_Geobrett/Einleitung.html

Sie benötigen:

weißen, festen Tonkarton,
buntes Tonpapier,
Schere, Kleber und ein Lineal.

Schneiden Sie sich aus dem weißen Tonkarton passende Legekarten zurecht. Meine Karten haben die Maße 8,5 cm x 4,5 cm.

Nun schneiden Sie aus einem Block bunten Tonpapier jeweils zwei Stücke einer Farbe aus. Meine Farben haben die Maße 8cm x 4cm.

Kleben Sie das bunte Tonpapier so auf den weißen Tonkarton auf, das an jeder Seite noch ein wenig weißer Rand entsteht.  Achten Sie darauf, das Sie von jeder Farbe 2 Tonpapierstücke haben.

Jetzt sollten Sie die Karten noch einlaminieren oder mit einer selbstklebenden, transparenten Folie einpacken.

So wird das Spiel gespielt:

Reichen Sie ihrem Kind eine Farbkarte und fragen Sie es, welche Farbe es darauf erkennt. Die benannte Karte kann nun auf den Tisch gelegt werden. Legen Sie die Karten so, das sie nebeneinander liegen und unter ihnen noch Platz für die passende zweite Karte ist.

Wenn alle Karten auf dem Tisch liegen und benannt sind, können sie die Karten entweder umdrehen und als Memory Spiel nutzen, oder Sie wünschen sich mit Ihrem Kind die Farben. In unserer Einrichtung funktioniert das so: „Ich wünsche mir von Max die Farbe rot.“ Max hat nun die Aufgabe, die roten Farbtäfelchen auf dem Tisch zu finden und Sie mir zu geben. Jetzt darf sich Max eine Farbe von mir wünschen. „Ich wünsche mir von dir die Farbe Schwarz.“ usw..

Hier einige Bilder meiner Farbtäfelchen:

Farbenkuddelmuddel

Schneiden Sie aus bunten Tonpapier kleine Rechtecke aus, oder malen Sie die Farben mit kräftigen Fingerfarben auf den weißen Tonkarton.

Verstärken Sie die Farben mit weißem Tonkarton

Legen Sie die Karten nebeneinander auf den Tisch...

... und ordnen Sie jeder den passenden Freund zu.

Die fertigen Karten