Montessori selbst gemacht …

Archive for Januar 2011

Da mein Patenkind zur Zeit total auf Benjamin Blümchen steht („Miin“ :D), habe ich Ihr ein paar Benjamin Blümchen Bilderkarten gemacht.

Sie benötigen dafür:

– Ausgedruckte Bilder (egal ob von Benjamin, Bibi oder den Turtles) und

– Tonkarton

Sinn der Karten ist, dass Ihr Kind zu den Bildern etwas erzählen kann. Zum Beispiel: Was macht Benjamin gerade? Wer ist bei ihm?
Zur Hilfe habe ich passende Sätze aufgeschrieben. Diese können Sie Ihrem Kind vorlesen und es anschließend auffordern, das passende Bild für den vorgelesenen Satz zu finden.

Drucken/Schneiden/Malen Sie zunächst die gewünschte Figur aus/auf. Da Ausmalbilder in der Regel im Internet leichter zu finden sind als bereits bemalte Bilder, nehmen Sie sich die Zeit und kolorieren Sie die Figuren selbst. Wenn Ihr Kind bereits älter ist, könnten Sie die Karten auch mit ihm gemeinsam gestalten.

Nun kleben Sie die angemalten Figuren auf bunten Tonkarton auf. Achten Sie darauf, dass der Tonkarton immer die gleiche Größe hat. So ist es für Ihr Kind später leichter den Überblick zu behalten.

Jetzt sind die Sätze an der Reihe. Schreiben Sie die Aktivität der Figur in einem kurzen, prägnanten Satz auf. Für Benjamin, der mit dem Fußball spielt, habe ich zum Beispiel den Satz: „Benjamin schießt den Fußball.“ verwendet.

Diese Sätze kleben Sie ebenfalls auf einen Streifen Tonkarton.

Nun müssen die Karten nur noch laminiert oder mit einer selbstklebenden, transparenten Folie eingepackt werden.

Schon kann das Spiel beginnen!

Hier das Ganze noch einmal in Bildern:

Suchen Sie sich ein passendes Motiv für die Karten aus.

Malen Sie die Bilder bunt aus.

Sie können die Bilder auch mit Stickern aufwerten.

Schneiden sie die Bilder aus ...

... und kleben Sie die Karten auf vorher zurechtgeschnittenen Tonkarton auf.

Die Sätze ausdrucken ...

... und ebenfalls auf Tonkarton aufkleben.

Das fertige Ergebnis

Benjamin riecht an einer gelben Blume

Benjamin geht wandern

(Das Datum auf den Bildern ist leider falsch, unsere Kamera scheint noch in der Vergangeheit festzustecken :D)

Diese kleinen Puzzlematten habe ich für den stolzen Preis von gerade mal 4 Euro vom Flohmarkt erstanden. Die knalligen Farben und das weiche Material wirken geradezu magnetisch auf mein Patenkind, auch wenn das Zusammenpuzzeln der Teile noch zu schwer für sie ist. Diese Matten haben den Vorteil, das sie auf die vielseitige Art und Weise verwendet werden können.

Man kann sie als Bausteine verwenden (zum Beispiel zum Bau eines Würfels), als Sitzteppich, zum Legen des Alphabetes (dazu später noch genaueres in der Rubrik Sprachförderung), zum Erlernen der Zahlenreihenfolge von 1-9 (auch dazu später mehr in der Rubrik Mathematische Ecke), als Stempel, als Schablonen …

Diese Investition zahlt sich aus!

Puzzlematten sind vielseitig anwendbar und sehr strapazierfähig

Am Besten ist es wenn die Matten ihre eigene Kiste oder ihr eigenes Körbchen haben. Entweder nach Zahlen und Buchstaben getrennt, oder falls Ihr Kind noch zu jung fürs Buchstaben erlernen ist, auch zusammen in eine Kiste. Das Ausschütten macht dann auf jeden Fall schon Spaß 🙂

Wo gehört was hin?

Die einzelnen Teile können mithilfe von Fingerfarbe auch als Stempel genutzt werden.

Hier eine Möglichkeit ein schönes Legespiel zum Erlernen der Farben herzustellen:

Suchen Sie sich ein Motiv aus, welches für Ihr Kind ansprechend ist und welches Sie in verschiedenen Farben ausmalen können. Diese Maus beispielsweise habe ich über „google“ im Internet gefunden.

Drucken/Schneiden/Zeichnen Sie das gewünschte Motiv aus/auf und schneiden Sie die Zeichnung auf das gewünschtes Format zurecht. Zur Verstärkung der späteren Legekarten können Sie die ausgeschnittenen Motive noch auf hellem Tonkarton aufkleben.

Nun malen Sie die Motive in verschiedenen Farben aus. Meine Mäuse haben die Farben rot, gelb, blau, grün, lila und orange.

Sind alle Motive angemalt, legen Sie ein Lineal an und ziehen Sie in der Hälfte des Motives einen vertikalen Strich, an welchem Sie das Motiv anschließend in zwei Hälften zerschneiden.

Jetzt fehlt nur noch die Laminierung oder eine Schutzschicht mit transparenter, selbstklebender Folie.

Nun kann es losgehen: Lassen Sie Ihr Kind die zwei gleichfarbenden Motivhälften zusammenlegen und fordern Sie es auf, die Farbe der gelegten Maus zu nennen.

Die Motive können natürlich auch beliebig farbig zusammengestellt werden. Die buntgemischten Mäuse sehen nicht nur witzig aus, sie machen das Spiel auch abwechslungreich und lassen es so nicht langweilig werden.

Hier mein fertiges Ergebnis:

Eine zusammengelegte rote Maus

Wählen Sie am Besten ein leichtes, übersichtliches Motiv aus.

Damit die Karten stabiler werden, können Sie die Motive auf hellem Tonkarton aufkleben.

Warum nicht rot-blau gemischt?

Die fertigen Karten

Größere Motive können Sie auch in 3 Teile zerschneiden. Je mehr Teile dieses Farbenpuzzel hat, desto höher ist die Herausforderung für Ihr Kind. Für jüngere Kinder sind jedoch 2 Teile absolut ausreichend.

Dies ist zwar kein typisches Montessori Material, aber ich kann es nur weiterempfehlen. Vielleicht finden Sie im Keller, auf dem Dachboden oder auf dem Flohmarkt noch ein Schnurtelefon mit der klassischen Drehscheibe.

Diese Telefone sind für jüngere Kinder eine echte Herausforderung. Es erfordert viel Fingerspitzengefühl die Wählscheibe zu bedienen. Das schöne Knattern, wenn die Wählscheibe sich dann zurückdreht wirkt auf Kinder sehr ansprechend.

Es trainiert also nicht nur die Feinmotorik, sondern bietet den Kindern ein ideales Werkzeug für Rollenspiele. Auch das Telefonieren an sich kann mit älteren Kindern somit geübt werden. Wie spricht man am Telefon? Wie stellt man sich dem Anrufer vor?

Jüngere Kinder spielen gerne Alltagssituationen der Eltern nach. Das Imitieren eines Telefongespräches ist eine gute Möglchkeit, die eigene Sprache spielerisch auszuprobieren.

Hier eine Möglichkeit wie sie ganz einfach und schnell Sprechkarten für Ihr Kind herstellen können:

Schneiden oder drucken Sie Bilder von Tieren oder Gegenständen aus, oder wenn Sie das nötige Talent haben (welches ich leider nicht besitze) malen Sie Tiere und Gegenstände auf Papier auf.

Meine Bilder habe ich aus einem gratis Bastelbogen für ein Kindermobile erhalten. Die Bilder habe ich auf vorher zurechtgeschnittenem weißen Tonkarton aufgeklebt und anschließend einlaminiert. Legen Sie die Karten am Besten in eine eigene Schachtel oder in ein Körbchen.

Nun kann es schon losgehen. Nehmen Sie die erste Karte aus der Schachtel heraus und fragen Sie Ihr Kind, was auf der Karte abgebildet ist. Sollte Ihr Kind das richtige Wort nicht wissen, dann helfen Sie ihm, indem Sie ihm das Wort deutlich vorsprechen. So geht es immer weiter.

Für mein Patenkind habe ich die Karten eigentlich zuerst zum einfachen Anschauen gebastelt. Mittlerweile jedoch hat Sie trotz ihres jungen Alters eine Menge Begriffe mit Namen, bzw. Erkennungslauten versehen. Der Bär ist ein „Bär“, der Hund ist ein „Wau-Wau“ usw..

Hier noch ein paar Bilder meiner Sprechkarten:


Für mein Patenkind habe ich eine Knopfdose gebaut. Sie benötigen dafür lediglich eine leere Cappucino Dose aus dem Supermarkt, etwas Geschenkpapier und natürlich Knöpfe.

Zuerst spülen Sie die Cappucino Dose sorgfältig aus und lassen sie gut trocknen.

In den Plastikdeckel der Dose schneiden sie mit einem Cuttermesser eine kleine Öffnung, ähnlich wie der Geldschlitz in einer Spardose.

Um die Dose äußerlich schöner zu gestalten, eignet sich am Besten Geschenkpapier. Dieses müssen sie passend für die Höhe der Dose zuschneiden. Kleistern sie die Dose einmal ein und legen sie das Geschenkpapier vorsichtig herum. Da ich sehr helles Geschenkpapier verwendet habe, habe ich noch eine zweite Schicht Geschenkpapier herum geklebt.

Durch den Kleister wird das dünne Geschenkpapier leicht wellig, jedoch lässt dies nach dem Trocknen nach. Lassen sie die Dose mehrere Stunden bis einen Tag lang trocknen.

Nun suchen Sie sich aus Ihrer Nähkiste schöne, möglichst große Knöpfe heraus. Diese legen Sie in ein Schälchen, welches Sie neben der fertigen Knopfdose aufstellen.

Zeigen Sie ihrem Kind, wie Sie mit dem Pinzettengriff (Zeigefinger und Daumen berühren sich) einen Knopf aus dem Schälchen herausnehmen und in die Öffnung der Dose stecken. Haben Sie den Aufschlag des Knopfes in der Dose gehört, nehmen Sie sich den zweiten Knopf. Nun soll es Ihr Kind Ihnen nachmachen.

Diese Dose habe ich für mein Patenkind gebaut als sie gerade mal 15 Monate alt war. Mit voller Hingabe hat sie immer wieder die Knöpfe aus dem Schälchen in die Dose gesteckt, nachdem Sie voll war die Dose wieder in das Schälchen entleert. Das sie so Ihre Feinmotorik optimal trainiert, war Ihr höchstwahrscheinlich nicht bewusst 🙂

Die fertige Knopfdose mit Schälchen

Verwenden Sie am Besten große und buntgemischte Knöpfe

Den Knopf mit dem Pinzettengriff durch die Öffnung stecken

Sollte Ihnen das Aufkommen der Knöpfe in der Dose zu laut sein, können sie einen Kreis aus einem Stück Stoff ausschneiden und in die Dose hineinlegen.

 

 

Sie benötigen Moosgummi in den Grundfarben rot, blau und gelb, Legosteine und einen Sortimentskasten mit neun Fächern aus dem Baumarkt.

Das Moosgummi passend für die einzelnen Fächer des Sortimentskastens zuschneiden. Sie benötigen von jeder Farbe drei Moosgummiplatten. Diese können Sie immer abwechselnd in die einzelnen Fächer legen. Am Besten ist es, wenn gleiche Farben nicht nebeneinander liegen.

Stecken Sie jeweils zwei Legosteine der gleichen Farbe aufeinander. Nun soll ihr Kind die farbigen Legosteine in die richtigen Fächer legen.

Fangen Sie am Besten damit an, dass Sie nur eine Farbe in dem Sortimentskasten verteilen. Die 6 übrigen Fächer lassen sie leer. Fordern Sie ihr Kind auf, die blauen Legosteine auf die blauen Moosgummiplatten zu legen. Klappt dies gut, fügen sie eine weitere Farbe hinzu. Wenn Ihr Kind alle drei Farben richtig zuordnen kann, ändern Sie das Legemuster der Mossgummiplatten.

Hier noch einmal eine Foto-Bauanleitung:

Das Moosgummi in kleine Platten schneiden

Die Platten in dem Sortimentskasten so verteilen, das gleiche Farben nicht nebeneinander liegen

Eine mögliche Legevariante

Die roten Legosteine müssen in die roten Fächer, die blauen in die blauen und die gelben Steine in die gelben Fächer.

Das fertige Ergebnis