Montessori selbst gemacht …

Archive for Februar 2015

So sehen die Arbeitsplätze des kleinen Mannes zurzeit aus:

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Im Wohnzimmer findet sich ausschließlich dieser Stapelturm. Überhaupt habe ich an allen Baustellen die Spielsachen stark reduziert, da ich immer mehr das Gefühl hatte, das ihn allein der Anblick mehrerer Spielsachen überfordert. Daher habe ich ein neues Tablett besorgt, in welchen er trotz der minimalistischen Ausstattung seiner Leidenschaft des Aus- und Umräumens nachgehen kann.

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Die Schlafzimmerbaustelle wurde auf einen Teppich reduziert. Hier finden sich seine Bücher und ein Körbchen mit Entdeckersteinen vom Flohmarkt. Allerdings muss der Bücherkorb ebenfalls noch etwas abspecken. Der Platz am Spiegel ist immer noch sehr beliebt bei ihm.

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Der Hauptspielplatz ist eigentlich die Flurbaustelle geworden. Hier grenzt die Küche an, welche aber durch ein Türgitter oft unzugänglich für ihn ist. Grund hierfür sind unter anderem seine Matschereien mit den Hundenäpfen und die Tatsache, dass wir es noch nicht geschafft haben Kindersicherungen in die Schränke einzubauen. Vor dem Türgitter hat er eine weiche Matte, wohin er regelmäßig ein Spielzeug mitnimmt oder sich der Altpapierkiste neben der Matte widmet. Auf dem Flurteppich stehen zur Zeit ein kleiner Kosmetikspiegel, ein Körbchen mit kleinen Herzdosen zum Öffnen und ein Holzauto mit Magnetbausteinen. Dafür ist er an sich noch zu jung, aber er hat Spaß daran das Auto ein Stück zu ziehen und den Anhänger mit den Steinen auszuräumen. Den Magneten am Kran können bisher zwar nur Mama und Papa bedienen, aber die Faszination seinerseits ist fast greifbar 🙂

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Im Flur befindet sich auch der kleine Sandkasten. Aber neben den Angeboten meinerseits, sucht sich der kleine Mann auch eigene Beschäftigungen. Den Schuhschrank leer räumen, ins Bad huschen und den Schrank mit den Dusch- und Shampoovorräten ausräumen oder die kleinen Boxen mit dem Hundespielzeug erkunden. Ausräumen und Umräumen – das ist seine Welt 🙂

 

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Da unsere Pläne bezüglich des ersten Spielplatzbesuches aufgrund des ständigen Regenwetters immer wieder verschoben werden, hat der kleine Mann einen kleinen Privatsandkasten im Flur erhalten.

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Die Wanne ist aus Plastik und ist eigentlich für den Einbau in einen schwedischen Kleiderschrank gedacht gewesen. Der Besuch beim Möbelriesen vor einigen Tagen war in vielerlei Hinsicht erfolgreich. Immerhin soll der kleine Mann bald einen eigenen Waschplatz und eine Garderobe erhalten. Aber diese Wanne (ein Glücksfund im Lager, weil diese gegenüber der Spiegel lagen) ist einfach perfekt als Sandkasten. Der Rand ist nicht zu hoch und der kleine Mann hat viel Platz zum Arbeiten.

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Eingefüllt habe ich 3 Beutel Vogelsand, welchen ich zuvor einige Male gesiebt habe. Nun ist der Sand schön weich und ich habe gleich ein paar Dekosteinchen für die Teelichter.

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In den Sandkasten im Miniformat kann man verschiedenes Buddelzubehör oder auch Dinge zum Einbuddeln und Verstecken geben. Bei älteren Kindern zum Beispiel Figuren, Steine, Muscheln oder Muggelsteine. Da der kleine Mann alles in den Mund nimmt und zu schlucken versucht, hat er erstmal einen Trichter, eine Schippe und einen Rechen zum Arbeiten bekommen. Schälchen und Becher werden zur Zeit immer an den Mund geführt und ausgeleert, ein Nebeneffekt vom Trinken üben aus der Tasse :/

 

Bei uns wurde die ausrangierte Auflaufform viel und gerne genutzt. Einfach eine stabile (sicher stehende!) Schale oder Schüssel mit verschiedenen Inhalten füllen und anbieten. Diese Schale stand bei uns an der Krabbeldecke und sorgte für ordentlich Spannung und Erkundungsdrang.

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Hinein kam bei uns eigentlich alles: Linsen, Nudeln, Mais, Wallnüsse, Papierstreifen, Glöckchen und sehr beliebt: Eiswürfel!

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Natürlich immer unter Aufsicht, denn gefährlich werden sollte es für den kleinen Mann nicht! Die Schale mit den großen Nudeln gab es zum Beispiel nur einmal, da die Nudelröhren relativ leicht zerbrachen und ich somit fürchtete, dass der kleine Mann an einem dieser Stücke ersticken könnte.

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Aber versucht haben wir fast alles. Auch einzelne Spielzeuge, zum Beispiel ein Stoffteddy, lagen manchmal darin. So konnten diese in aller Ruhe erkundet und ausprobiert werden. Nebenbei wurde dann auch kein weiteres Spielzeug angeboten, um das kleine Köpfchen nicht zu überreizen.

Als der kleine Mann dann mobiler wurde und die Krabbeldecke nicht mehr ausreichte, ist die Schale in den Schrank gewandert und wurde von den Wohnungsbaustellen abgelöst. Aber da ich oft gefragt werde, was man den kleinsten Menschen als Anreiz anbieten kann, wollte ich es noch einmal zeigen. Wer noch weitere tolle Ideen für eine spannende Füllung hat, kann diese ja für andere Leser in den Kommentaren hinterlassen!