Montessori selbst gemacht …

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In den nächsten Tagen möchte ich dem kleinen Mann dieses Schütttablett anbieten. Dafür war ich auf der Suche nach einem geeigneten Tablett. Die Schüssel aus dem alten Beitrag ist bereits vom Patenkind und steht hier, in der entfernten Zeitheimat, nicht zur Verfügung. Tabletts für Schütt- und Gießübungen sollten einen erhöhten Rand haben, damit beim Kleckern nicht sofort Kind und Möbelstück komplett eingeweicht werden.

Nach langem Suchen habe ich dieses Tablett mitgenommen. Es hat einen schönen hohen Rand und ist trotz des niedrigen Gewichtes keine Wackelnummer. Der einzige Manko Punkt: das Muster.

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Viel zu dunkel, zu viele Bilder und deswegen auch viel zu ablenkend. Es ist ja eine Art goldene Regel, dass Montessori Materialien sich möglichst dezent präsentieren sollen. Und das aus gutem Grund. Aber nicht verzagen, im Discounter um die Ecke habe ich Anfang der Woche eine Klebefolie für wenige Euros entdeckt. Noch lieber hätte ich eine rein weiße Folie verwendet, aber diese passt meiner Meinung nach auch noch. Einfach einen passend großen Kreis aufmalen, ausschneiden und aufkleben. Schon ist das ablenkende Kaffeemuster verschwunden.

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Der Effekt ist enorm. Hier zum Vergleich:

Präsentation:

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Fehlerselbstkontrolle:

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Bei dem ursprünglichen Tablett sind leichte Verschüttungen kaum sichtbar gewesen. Diese werden jedoch als Fehlerselbstkontrolle bei diesem Arbeitstablett benötigt. Bei der beklebten Variante ist das gefärbte Wasser deutlich zu erkennen. Somit konnte ich für wenige Euros ein tolles Arbeitstablett erstellen. Ich bin gespannt wie es dem kleinen Mann gefallen wird!

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Gestern habe ich im hiesigen Drogeriemarkt diese kleinen Fotoalben entdeckt. Fand sie einfach super süß und vor allem super praktisch. Was jetzt noch fehlt ist Zeit um sie zu füllen!

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Ideen für eine schöne Gestaltung hätte ich genug. Statt Fotos kann man auch einfache weiße Zettel einstecken, auf welchen selbst gestaltete Bilder oder Geschichten ihren Platz finden könnten. Ich überlege dem kleinen Mann eines der Bücher mit Fotos seiner Familie und seinen „Freunden“ zu füllen. Diese können dann beim gemeinsamen Durchblättern erkannt und etwas über sie erzählt werden.

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Auch ein Liederbuch oder eine Sammlung seiner Lieblingsspiele und Reime könnte ich mir gut vorstellen. Natürlich sind der Gestaltung keine Grenzen gesetzt. Ich habe mir zunächst nur zwei dieser kleinen Alben gekauft, da ich nicht weiß ob ich es zeitlich überhaupt schaffe sie herzurichten. Aber die nächsten Semesterferien kommen und spätestens dann werde ich mich an eine Gestaltung setzen. Ich freue mich schon darauf!

Unser kleiner Mann ist nun stolze 12 Monate alt und seit einigen Tagen bemerke ich deutliche Veränderungen in seiner Spiel- und  Vorgehensweise im Alltag. Nach meiner letzten „Materialien-Rotation-Runde“ auf seinen Baustellen fiel mir auf, das er das erste Mal ein bestimmtes Spielzeug an einem vertrauten Ort suchte. In den letzten Wochen beschäftigt er sich gerne damit, seine Holzkochlöffel von der Küche in den Holzschalen im Schlafzimmer klopfen zu lassen. Diese hatte ich bei dieser Wechselrunde erst einmal aus dem Sortiment genommen. Nun stand er ziemlich verdattert mit seinem Holzkochlöffel auf dem Teppich im Schlafzimmer und wusste nicht so recht weiter.

Das mag banal klingen, aber für mich ist es das Startzeichen seine Materialien endlich einem Ordnungsprinzip zu unterziehen. Ich hatte mich schon oft gefragt ob der ständige Wechsel der Materialien nicht eher kontraproduktiv im Sinne von der Montessoripädagogik ist. Aber da er bisher keine Anzeichen gezeigt hat, das der Wechsel ihn stören, verwirren oder überfordern würde, bin ich zunächst dabei geblieben. Aber das ändert sich jetzt.

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Im Flur befindet sich gerade seine „Konstruktionsecke“. Stapelbecher, Steckturm und der Anhänger zum Bestücken stehen dort und werden intensiv bespielt. Für mich heißt das, dass in Zukunft zum Beispiel keine Bücher mehr auf diesem Teppich bereit stehen. Diese sind zunächst alle in ein freigeräumtes Fach im Bücherregal auf seiner Augenhöhe gewandert. Ich hoffe das sie dadurch nicht in Vergessenheit geraten!

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Im Schlafzimmer finden sich alle seine Fahrzeuge. Hier kann nach Herzenslust vor dem Spiegel der Betonmischer oder ein anderes Auto hin und her gefahren werden. Ein tolles Auto hat der kleine Mann von seinem Onkel zu Ostern bekommen, die Oberseite besteht aus drei Bausteinen, welche mithilfe eines Magneten angebaut werden können. Sieht toll aus und fährt sich super.

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Ganz wichtig ist dem kleinen Mann seine Spielküche. Die soll eigentlich im Garten als Matschküche dienen, dafür muss sie allerdings erst lasiert werden. Solange steht sie im Wohnzimmer und der kleine Mann spielt nach Herzenslust mit den Töpfen. Deckel auf, Deckel zu, Deckel auf den anderen Topf, dann noch einmal kräftig mit den Kochlöffeln rühren. Es macht einen Heiden Lärm!! Deshalb muss ich (den Nachbarn zuliebe) die Töpfe manchmal wegnehmen. Dann übt er sich im ein- und ausräumen der Kochlöffel in das vorgesehene Glas.

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Noch haben wir es nicht geschafft einen Waschtisch zu bauen oder eine kindgerechte Garderobe anzubringen. Aber da ich die Sorge um den eigenen Körper für eine wichtige und auch schöne Aufgabe halte, habe ich ihm eine provisorische Station aufgebaut. Vor der Bank kann er sich kämmen und sich und seine Bewegungen dabei im Spiegel beobachten. Es ist wie gesagt eine Übergangslösung aber schlecht ist sie nicht.

So sehen die Arbeitsplätze des kleinen Mannes zurzeit aus:

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Im Wohnzimmer findet sich ausschließlich dieser Stapelturm. Überhaupt habe ich an allen Baustellen die Spielsachen stark reduziert, da ich immer mehr das Gefühl hatte, das ihn allein der Anblick mehrerer Spielsachen überfordert. Daher habe ich ein neues Tablett besorgt, in welchen er trotz der minimalistischen Ausstattung seiner Leidenschaft des Aus- und Umräumens nachgehen kann.

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Die Schlafzimmerbaustelle wurde auf einen Teppich reduziert. Hier finden sich seine Bücher und ein Körbchen mit Entdeckersteinen vom Flohmarkt. Allerdings muss der Bücherkorb ebenfalls noch etwas abspecken. Der Platz am Spiegel ist immer noch sehr beliebt bei ihm.

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Der Hauptspielplatz ist eigentlich die Flurbaustelle geworden. Hier grenzt die Küche an, welche aber durch ein Türgitter oft unzugänglich für ihn ist. Grund hierfür sind unter anderem seine Matschereien mit den Hundenäpfen und die Tatsache, dass wir es noch nicht geschafft haben Kindersicherungen in die Schränke einzubauen. Vor dem Türgitter hat er eine weiche Matte, wohin er regelmäßig ein Spielzeug mitnimmt oder sich der Altpapierkiste neben der Matte widmet. Auf dem Flurteppich stehen zur Zeit ein kleiner Kosmetikspiegel, ein Körbchen mit kleinen Herzdosen zum Öffnen und ein Holzauto mit Magnetbausteinen. Dafür ist er an sich noch zu jung, aber er hat Spaß daran das Auto ein Stück zu ziehen und den Anhänger mit den Steinen auszuräumen. Den Magneten am Kran können bisher zwar nur Mama und Papa bedienen, aber die Faszination seinerseits ist fast greifbar 🙂

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Im Flur befindet sich auch der kleine Sandkasten. Aber neben den Angeboten meinerseits, sucht sich der kleine Mann auch eigene Beschäftigungen. Den Schuhschrank leer räumen, ins Bad huschen und den Schrank mit den Dusch- und Shampoovorräten ausräumen oder die kleinen Boxen mit dem Hundespielzeug erkunden. Ausräumen und Umräumen – das ist seine Welt 🙂

 

Da unsere Pläne bezüglich des ersten Spielplatzbesuches aufgrund des ständigen Regenwetters immer wieder verschoben werden, hat der kleine Mann einen kleinen Privatsandkasten im Flur erhalten.

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Die Wanne ist aus Plastik und ist eigentlich für den Einbau in einen schwedischen Kleiderschrank gedacht gewesen. Der Besuch beim Möbelriesen vor einigen Tagen war in vielerlei Hinsicht erfolgreich. Immerhin soll der kleine Mann bald einen eigenen Waschplatz und eine Garderobe erhalten. Aber diese Wanne (ein Glücksfund im Lager, weil diese gegenüber der Spiegel lagen) ist einfach perfekt als Sandkasten. Der Rand ist nicht zu hoch und der kleine Mann hat viel Platz zum Arbeiten.

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Eingefüllt habe ich 3 Beutel Vogelsand, welchen ich zuvor einige Male gesiebt habe. Nun ist der Sand schön weich und ich habe gleich ein paar Dekosteinchen für die Teelichter.

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In den Sandkasten im Miniformat kann man verschiedenes Buddelzubehör oder auch Dinge zum Einbuddeln und Verstecken geben. Bei älteren Kindern zum Beispiel Figuren, Steine, Muscheln oder Muggelsteine. Da der kleine Mann alles in den Mund nimmt und zu schlucken versucht, hat er erstmal einen Trichter, eine Schippe und einen Rechen zum Arbeiten bekommen. Schälchen und Becher werden zur Zeit immer an den Mund geführt und ausgeleert, ein Nebeneffekt vom Trinken üben aus der Tasse :/

 

Bei uns wurde die ausrangierte Auflaufform viel und gerne genutzt. Einfach eine stabile (sicher stehende!) Schale oder Schüssel mit verschiedenen Inhalten füllen und anbieten. Diese Schale stand bei uns an der Krabbeldecke und sorgte für ordentlich Spannung und Erkundungsdrang.

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Hinein kam bei uns eigentlich alles: Linsen, Nudeln, Mais, Wallnüsse, Papierstreifen, Glöckchen und sehr beliebt: Eiswürfel!

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Natürlich immer unter Aufsicht, denn gefährlich werden sollte es für den kleinen Mann nicht! Die Schale mit den großen Nudeln gab es zum Beispiel nur einmal, da die Nudelröhren relativ leicht zerbrachen und ich somit fürchtete, dass der kleine Mann an einem dieser Stücke ersticken könnte.

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Aber versucht haben wir fast alles. Auch einzelne Spielzeuge, zum Beispiel ein Stoffteddy, lagen manchmal darin. So konnten diese in aller Ruhe erkundet und ausprobiert werden. Nebenbei wurde dann auch kein weiteres Spielzeug angeboten, um das kleine Köpfchen nicht zu überreizen.

Als der kleine Mann dann mobiler wurde und die Krabbeldecke nicht mehr ausreichte, ist die Schale in den Schrank gewandert und wurde von den Wohnungsbaustellen abgelöst. Aber da ich oft gefragt werde, was man den kleinsten Menschen als Anreiz anbieten kann, wollte ich es noch einmal zeigen. Wer noch weitere tolle Ideen für eine spannende Füllung hat, kann diese ja für andere Leser in den Kommentaren hinterlassen!

 

Diese Schachtelkombination, von einem „Stark Reduziert“- Tisch aus einem Ramschladen, habe ich heute wieder aus dem Vorratslager herausgesucht. Zurzeit liebt der kleine Mann Materialien, die ineinander verschwinden können. Seien es Schachteln in verschiedenen Größen, oder der Stapelbecher in quietschbunten Farben.

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Die Schachteln selber habe ich leer gelassen, da eine Füllung von der eigentlichen Aufgabe etwas ablenken würde.

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Das Öffnen der Schachteln und der Versuch sie wieder ineinanderzustecken, beschäftigt den kleinen Mann für eine lange Zeit. Noch klappt das zielgenaue Ablegen der Schachteln nicht, aber an diesem Spiel kann er es prima üben.