Montessori selbst gemacht …

Archive for März 2011

Sie benötigen für dieses Spiel:

1 Tablett mit etwas höherem Rand,
Krepppapier in den Grundfarben blau, gelb und rot,
3 ausgespülte Glasfläschchen von Kaffeesahne,
3 Plastik Schnapsbecherchen (0,04l),
Ausdruck der Mischvorlage    und
einen Messbecher oder einen Eimer für die „Farbreste“.

Drucken Sie sich die Vorlage Mischtafel – Montessori selbst gemacht aus und malen Sie sie in den gewünschten Farben an. In meinem Beispiel habe ich die drei Grundfarben zum Mischen verwendet, Sie können jedoch auch Farben mit Schwarz mischen lassen. So lernt Ihr Kind wie man zum Beispiel die Farbe Dunkelblau herstellen kann. Damit der Ausdruck lange hält, laminieren Sie ihn am Besten ein oder wickeln ihn in eine transparente selbstklebende Folie.

Mischen Sie mit Ihrem Kind zusammen aus dem Krepppapier in einem Glas oder Messbecher die drei Grundfarben. Jede Farbe gießen Sie mithilfe eines Trichters in ein eigenes Milchkaffeegläschen.

Verschrauben Sie die Farbgläschen bis zu Beginn des Spieles mit dem Deckel. So kann beim weiteren Aufbauen nichts verschüttet werden.

Stellen Sie das Tablett mit den drei Farbgläschen und den Schnapsbechern zentriert auf den Tisch. Rechts neben das Tablett stellen Sie den Messbecher oder einen kleinen Eimer für die Farbreste bereit.

Die Mischtafel können Sie wie in meinem Beispiel mit einer Buchstütze links neben das Tablett stellen, oder falls der Tisch an einer Wand steht, auch an der Wand gegenüber dem Sitzplatz des Kindes aufhängen.

Nun kann das Spiel beginnen. Schrauben Sie die Deckel der Gläser ab und legen Sie sie an die Seite. Für alle Fälle sollten Sie einen kleinen Lappen neben dem Tablett bereit legen. Zeigen Sie ihrem Kind wie Sie einen Becher zur Hälfte mit einer Farbe füllen. Benennen Sie die Farbe und füllen einen zweiten Becher zur Hälfte mit einer anderen Farbe. Kontrollieren Sie mit ihrem Kind die Mischaufgabe an der Tafel. Welche Farbe sollte herauskommen? Bitte vergessen Sie nie die Farben mit Ihrem Kind gemeinsam zu benennen!

Lassen Sie Ihr Kind die zwei Farben zusammengießen und kontrollieren Sie das Ergebnis an der Tafel. Am Besten geht das, wenn Sie das Becherchen mit der Farbe an das Blatt Papier halten. So haben Sie und ihr Kind den Direktvergleich. Hat es geklappt, gießen Sie die gemischte Farbe in den Messbecher oder in den kleinen Eimer. Nach einiger Zeit wir Ihr Kind auch hier eine Erkenntnis gewinnen: mischt man viele Farben erhält man meistens die Farbe Braun. 🙂

Nun kann Ihr Kind selber gießen und mischen wie es ihm gefällt. Gerade jüngere Kinder haben eher Spaß daran die knalligen Farben hin und her zu gießen, als das sie konzentriert Farben mischen. Aber das Interesse daran kommt von ganz alleine. Als Zusatz könnten Sie ihrem Kind zum Beispiel Plastikspritzen aus der Apotheke mit auf das Tablett legen. Das Aufziehen der Farbe in die Spritze macht nicht nur großen Spaß, sondern erfordert auch viel Feingefühl in den Händen.

Hier einige Fotos meines Spieles:

Rühren Sie die Farben aus Kreppapier an...

... und gießen Sie mit einem Trichter in die ausgespülten Kaffeemilchgläser.

Drucken Sie sich die Vorlage zum Mischen aus und malen Sie sie an. Stellen Sie sie zum Spielen neben das Tablett oder hängen Sie sie an die Wand nahe dem Arbeitsplatz des Kindes.

Der vorbereitete Arbeitsplatz

Zeigen Sie ihrem Kind zu Beginn wie Sie einen Becher bis zur Hälfte mit einer Farbe füllen,...

... dann den zweiten mit einer anderen Farbe. Gehen Sie die Aufgabe ruhig Schritt für Schritt an der Mischvorlage nach.

Das Zusammengießen der beiden Becher lassen Sie bereits ihr Kind alleine machen. Helfen Sie nur beim allerersten Zeigen, damit ihr Kind ein Gefühl dafür bekommt, wie voll es den Becher machen kann um ein gutes Ergebnis sehen zu können.

Kontrollieren Sie ihr Ergebnis gemeinsam an der Tafel. Hat alles geklappt? Welche Farbe haben wir gemacht? Aus welchen Farben haben wir sie gemischt?

Gießen Sie die gemischte Farbe in den Messbecher und lassen Sie ihr Kind weiter Farben gießen. Die Farbreste landen immer im Messbecher...

... in welchem sich bald eine weitere Mischung abzeichnet: viele Farben gemeinsam ergeben die Farbe Braun.

Sie benötigen für diese Variante:

Tonkarton,
Wachsmalblöcke,
55 Muggelsteine   und
Werbehefte aus dem Spielwarengeschäft.

Schneiden Sie sich aus dem Tonkarton 10 gleich große Karten heraus. Meine Karten haben die Maße 18 cm x 10,5 cm. Da ich nur noch weißen Tonkarton hatte, habe ich meinen Karten mit einer Schablone und einem gelben Wachsmalblock einen dünnen Rand gemalt. So wirken die Karten nicht zu blass.

In Spielwarengeschäften liegen an der Kasse oder am Ausgang oft Werbehefte von Playmobil, Barbie, Nicci und Co. Diese Hefte eignen sich hervorragend zum Schneiden lernen für Kinder. Die knallbunten Bilder können nach herzenslust ausgeschnitten und wieder aufgeklebt werden. Jetzt benötigen Sie diese Hefte allerdings zum Basteln von Mengenkarten. Ganz nach den Interessen Ihres Kindes nehmen Sie beim nächsten Bummel durch die Stadt ein oder zwei dieser Hefte „für sich“ mit. 🙂

Schneiden Sie aus dem Heft alle Figuren einer Art aus (z.B. Menschen, Tiere, …). In meinem Fall sind es Playmobilmännchen in verschiedenen Szenarien und Größen. Achten Sie darauf, dass die Figuren nicht zu klein sind. Später soll ihr Kind einen Muggelstein darauf ablegen können und die Figur trotzdem noch erkennen können.

Nun ist es soweit: Gestalten Sie auf den 10 Karten die Mengen 1-10. Auf der ersten Karte sollte also nur eine Figur zu sehen sein. Hierfür können Sie also ruhig eines der größten Bilder verwenden. Auf der zweiten Karte sollten zwei Figuren zu sehen sein, auf der dritten drei Figuren und so weiter. Die letzte Karte muss also 10 Figuren beherbergen. Legen Sie die Bilder also zunächst nur auf und beginnen Sie erst zu kleben, wenn sie alle 10 Karten fertig gestaltet haben.

Zum Schutz der Karten sollten Sie sie zum Schluss noch einlamieren oder mit einer transparenten, selbstklebenden Folie einwickeln.

Zählen Sie aus ihrem Vorrat 55 Muggelsteine ab und füllen Sie sie in ein geeignetes Gefäß.  Und so können Sie die Karten im Spiel nutzen:

Reichen Sie Ihrem Kind die erste Karte mit nur einer Figur und fordern Sie es auf, jeder Figur einen Stein zu „schenken“. Dabei soll es die „Geschenke“ laut mitzählen. Ist die Figur mit einem Muggelstein belegt, reichen Sie ihrem Kind die zweite Karte, und so weiter.

Sie können diese Mengenkarten optimal mit den Ziffer Fühlkarten aus Filz kombinieren. Lassen Sie ihr Kind dafür zunächst die Zifferkarten fühlen und in der richtigen Reihenfolge auf den Tisch legen. Reichen Sie ihm nun die Mengenkarten und ordnen Sie diese gemeinsam den Fühlziffern zu. Viel spaß!

Hier einige Bilder zum besseren Verständnis:

Schneiden Sie aus dem Tonkarton 10 gleich große Karten heraus.

Mit einer Schablone und einem Wachsmalblock ...

... können Sie weißen Karten einen schönen Rand malen. Das lässt die Karten nicht zu trist wirken.

Schneiden Sie aus dem Werbeheft verschiedene Figuren aus. Insgesamt müssen es 55 Stück sein!

Legen Sie zunächst alle Bilder auf, bevor Sie sie mit Kleber befestigen.

Dies ist zum Beispiel die Karte für die Menge von 7. Das Pferd soll in diesem Spiel nicht mitgezählt werden. Nur die Menschen bekommen ein "Geschenk".

Das Legen der Muggelsteine hilft Ihrem Kind beim Zählen und verschafft einen klaren Überblick.

Die fertigen Karten. Klicken Sie auf das Bild um es noch einmal größer ansehen zu können.

Kombinieren Sie diese Karten auch mit den Zifferkarten. Hier die Zahl 5,...

... und hier die Zahl 3. Der Schneemann wird nicht mitgezählt.

Sö könnte dann das fertige Spiel aussehen. (Hier fehlen noch die Muggelsteine)

Beim Basteln der Geräuscheier kam mir noch eine weitere Idee für die kleinen Plastikeier. Sie benötigen für dieses Spiel

ein etwas größeres Tablett,
einen leeren Eierkarton,
eine Zange   und
10 Plastikeier aus dem Bastelgeschäft.

Dies ist ein Spiel aus der Kategorie „Übungen des täglichen Lebens“. Aufgabe ist es, mit der Zange die Eier in den Eierkarton zu setzen. Das erfordert viel Übung und ist eine gute Möglichkeit die Feinmotorik zu schulen.

Als Zusatz könnte man vielleicht die Eier in zwei verschiedenen Farben anmalen. So hätte Ihr Kind den zusätzlichen Anreiz die Eier nach einem bestimmten Muster gezielt in den Eierkarton zu stecken.

Zusatz: Mein Patenkind hatte enorme Schwierigkeiten die herumkullernden Eier mit der Zange zu greifen. Deshalb habe ich ihr einen Eierbecher mit aufs Tablett gestellt, in welches Sie mit der Hand ein Ei zuerst hineinstellen kann um es dann in Ruhe mit der Zange greifen zu können. Klappt wunderbar und der erweiterte Arbeitschritt macht das Spiel für Sie nur interessanter 😀

Hier ein paar Bilder meines Tabletts:

Für dieses Spiel benötigen Sie einen leeren Eierkarton, eine Zange und natürlich Plastikeier.

Die Eier sollen vom Tablett in den Karton gesteckt werden: für Kleinkinder mit der Hand, für Kinder im Kindergartenalter....

... möglichst nur noch mit einer Zange.

Die Eier können Sie zum Beispiel auch in verschiedenen Farben anmalen. Da sieht nicht nur schön aus, sondern lädt Ihr Kind vielleicht dazu ein, ein Muster in den Karton zu stecken.

Sie benötigen für dieses Fädelspiel

bunte Perlen (aus Holz oder Plastik)   und
helle Pfeifenreiniger/Biegeplüsch.

Meine Perlen habe ich aus einem Ramschladen für 1 Euro pro Packung erstanden. Die Perlen sind aus Holz, qualitativ sind sie wahrscheinlich nicht die Besten, aber für diese Art von Fädelspiel sind sie absolut ausreichend. Sie können Sich entweder bereits vorgefärbte Perlen kaufen, oder Holzperlen in Naturfarbe selber in den gewünschten Farben lackieren.

Schneiden Sie sich die Pfeifenreiniger auf eine Länge von ca. 20 cm zurecht. Am Besten eignen sich Pfeifenreiniger oder Biegeplüsch in hellen Farben. So kommt am Ende das Muster der aufgefädelten Perlen besser zur Geltung.

Das Auffädeln der Perlen geht in dieser Variante ganz leicht. Der dünne Draht des Biegeplüsches gleitet ohne Probleme durch die Öffnung in den Perlen. Vorteil ist, das die Perlen anschließend durch den Plüsch festgehalten werden. Die Perlen lassen sich so problemlos auf dem Draht hin und her schieben und können nie herunterfallen.

Zusatzmaterial:

Fertigen Sie für ihr Kind doch einige Fädelmuster-Aufgabenkarten an. Zeichnen Sie auf einem Stück hellem Tonkarton eine Perlenkette mit einem bestimmten Muster auf. Für 4 oder 5- jährige Kinder ist es eine spannende Aufgabe vorgegebene Muster und Reihenfolgen nachzubauen. Mithilfe der Karten können Sie ihre Arbeit immer wieder selbst kontrollieren und wiederholen.

Hier einige Bider meines Fädelspieles:

Sie benötigen für dieses Spiel lediglich einige Pfeifenreiniger und bunte Holzperlen.

Am Schönsten sind Perlen aus Holz. Diese fassen sich nicht nur interessanter an als Plastikperlen, sie sehen am Ende auch schöner aus.

Beginnen Sie an einer Seite des Biegeplüsches mit dem Auffädeln der Perlen. Mühelos lassen sich die Perlen auf dem Biegeplüsch hin und her bewegen. Ideal auch für jüngere Kinder!

Das bunte Auffädeln fördert nicht nur die Feinmotorik Ihres Kindes, sondern weckt auch seine Kreativität.

Fertigen Sie zusätzlich Fädelkarten für Ihr Kind an.

Mithilfe der Karten kann Ihr Kind seine Arbeit selbst kontrollieren und immer wieder nachbauen.

Viel Spaß beim Fädeln!

Für diese Fühlzahlen benötigen Sie:

zwei verschieden farbige Bastelfilze,
Kleber oder Nadel und Faden   und
ein wenig Tonkarton.

Schneiden Sie sich aus dem Tonkarton neun gleichgroße und ein etwas länglicheres Stück Karton heraus. Meine Karten haben die Maße
6 cm x 7 cm. Die Karte für die Ziffer 10 ist einige Zentimeter länger.

Nun kleben Sie mithilfe von Sekundenkleber oder Heißkleber einen der beiden Bastelfilze ganzflächig auf den Karten auf. Lassen Sie diese Karten gut trocknen.

Während dieser Zeit können Sie aus dem zweiten Bastelfilz die Ziffern 1-10 herausschneiden. Hierfür habe ich mir am Computer größere Zahlen ausgedruckt und diese als Schablone genutzt.

Wenn Sie alle Zahlen ausgeschnitten haben, können Sie sie mithilfe von Heißkleber oder Sekundenkleber auf den Filzkarten befestigen. Heißkleber hat den Nachteil, dass er sich erstens schlecht auf dem Filz verarbeiten lässt und zweitens nach dem Trocknen harte Punkte unter dem Filz bildet. Besser eignet sich aus Erfahrung daher Sekundenkleber (danach die Karten bitte gut auslüften lassen!) oder die Befestigung mithilfe von Nadel und Faden. Nun sind Ihre Karten einsatzbereit.

Eine mögliche Spielvariante:

Greifen Sie sich die erste Ziffer, streichen Sie mit dem Zeigefinger und Mittelfinger die Linien nach und sagen Sie dabei laut den Namen der Zahl. Geben Sie die Karte an Ihr Kind weiter und fordern Sie es auf das gleiche zu tun.

Lassen Sie ihr Kind die Ziffern 1-10 der Reihenfolge nach nebeneinander an die obere Tischkante legen. Nun legen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind die passende Anzahl eines ausgewählten Legematerials unter die Fühlziffern. In meinem Beispiel sind das Legekreise aus dem Bastelgeschäft. Beginnen Sie bei der Ziffer 1. Legen Sie mit Ihrem Kind einen Legekreis unter die Fühlziffer. Zählen Sie dabei mit Ihrem Kind gemeinsam laut mit. Bei der Ziffer 2 legen Sie zwei Legekreise ab, bei der Ziffer 3 drei Legekreise, und so weiter. Achten Sie auch hier darauf, dass Sie Ihrem Kind 55 Legekreise zur Verfügung stellen. So haben Sie für dieses Spiel eine Fehlerselbstkontrolle eingebaut. Hat Ihr Kind alles richtig gemacht, bleibt am Ende kein Legekreis mehr übrig.

Hier nun wie gewohnt einige Bilder:

 

Schneiden Sie aus Tonkarton 9 gleichgroße und eine etwas länglichere Karte heraus und bekleben Sie sie mit Filz.

Befestigen Sie die ausgeschnitten Ziffern mit Kleber oder Nadel und Faden auf den Karten.

Als Schablone können Sie sich Zahlen aus Ihrem Computer-Schreibprogramm ausdrucken.

Die fertigen Karten

Legen Sie die nötige Anzahl an Legematerial unter oder neben die Ziffern.

Eine mögliche Legevariante.

Stellen Sie Ihrem Kind für dieses Spiel 55 abgezählte Legesteine bereit. Somit erhält Ihr Kind eine Fehlerselbstkontrolle.

Bewahren Sie die Fühlziffern in einem eigenen Körbchen auf. Stellen Sie ihrem Kind jedoch mehrere verschiedene Legematerialien zur Auswahl bereit!

Sie benötigen für dieses Fühl-Spiel:

Stoff in zwei verschiedenen Varianten,
Füllmaterial wie Watte, Knöpfe, usw.   und
4 kleine Gläschen von z.B. Honigproben.

Nähen Sie sich aus den Stoffen kleine Säckchen. Achten Sie darauf, dass der Stoff blickdicht ist. Allerdings sollte er nicht zu dick sein oder durch eine zu auffällige Oberfläche vom eigentlichen Fühlen des Inhaltes ablenken.  Meine Fühlsäckchen haben etwa die Maße 12 cm x 9 cm. Nähen Sie die Säckchen an 3 Enden zu, die letzte lassen sie zum Befüllen geöffnet.

Spülen Sie die Gläschen ordentlich aus und trocknen Sie sie gut ab. In meinen Gläschen war zuvor eine Kostprobe von Honig und Marmelade von „alnatura“. Diese Proben erhalten Sie zum Beispiel in DM Drogeriemärkten. Sie sind nicht allzu teuer, der Inhalt war köstlich und die Gläschen sind für dieses Spiel einfach perfekt geeignet.

Nun suchen Sie sich verschiedene Materialien zum Befüllen der Säckchen aus ihrer Vorratskammer heraus. In meine Säckchen habe ich Watte, Knöpfe, getrocknete Erbsen und jeweils eine große Büroklammer eingenäht. Achten Sie darauf, dass jedes Säckchen aus der Stoffvariante 1 einen Partner in einem Säckchen aus der Stoffvariante 2 besitzt. So ermöglichen Sie ihrem Kind die Fehlerselbstkontrolle. Nähen Sie die Säckchen nach dem Befüllen gut zu.

Passend für jedes Fühlpärchen befüllen Sie eines der kleinen Gläschen. Sie dienen Ihrem Kind später als Orientierung. Die Gläschen zeigen die Gegenstände die sich in den Säckchen befinden und helfen Ihrem Kind so sich vorzustellen, wie sie sich wohl anfühlen könnten.

Spielvariante: Zeigen Sie ihrem Kind das erste Gläschen und fragen Sie es, was sich darin befindet. Wenn es den Namen des Gegenstandes nicht kennen sollte, sprechen Sie ihn noch einmal gemeinsam aus. Stellen Sie das Gläschen an den oberen Rand des Tisches. Fahren Sie nach der gleiche Methode mit dem zweiten, dann dem dritten und zum Schluss mit dem vierten Gläschen fort.

Wenn alle Gläschen nebeneinander am oberen Rand des Tisches stehen, greifen sie sich das erste Säckchen einer Stoffvariante. Zeigen Sie ihrem Kind wie Sie das Säckchen befühlen und reichen Sie es ihrem Kind weiter. Fordern Sie ihr Kind nun auf, das gefühlte Säckchen einem Glas zuzuordnen.

Wenn alle Säckchen einer Stoffvariante den Gläschen zugeordnet sind, greifen Sie sich die Fühlsäckchen der zweiten Stoffvariante. Gehen Sie genauso vor wie zu Beginn des Spieles.

Eine andere Spielvariante wäre, dass Sie ihrem Kind die Augen verbinden und ihm nacheinander zwei Fühlsäckchen zum Befühlen in die Hand reichen. Wenn es beide ausgiebig erfühlt hat, fragen Sie ihr Kind, ob die beiden Stoffe „Freunde“ sind, also, ob sie den gleiche Inhalt beherbergen. Scheuen Sie sich nicht die Rollen mit ihrem Kind zu tauschen!

Hier einige Bilder zur Hilfe: (leider habe ich meine Fühlsäckchen verschenkt, diese hier werden zu neuen für mein Patenkind)

Nähen Sie sich aus zwei verschiedenen Stoffen insgesamt 8 Säckchen. Meine Stoffe haben zum Beispiel das gleiche Muster in zwei verschiedenen Farben.

Achten Sie darauf, das jedes Fühlsäckchen einen Fühlpartner in der anderen Farbe hat. So kann Ihr Kind später seine Arbeit auch selbstständig kontrollieren.

Lassen sie eine der Seiten zum anschließenden Befüllen noch geöffnet.

Wählen Sie aus Ihrer Vorratskammer 4 verschiedene Fühlmaterialien aus. Auf dem Bild habe ich zum Beispiel Muggelsteine ausprobiert. Geben Sie ein Muster des Inhaltes in eines der Gläschen. Das hilft ihrem Kind sich zu orientieren.

Befüllen Sie jeweils ein Säckchen jeder Farbe mit der gleichen Füllung (wie eine Art Memory). Nähen sie die Öffnungen gut zu. Nun kann das Spiel beginnen!

Sie benötigen für diese Variante eines Schütt-Gießspieles:

2 gleiche Gefäße (zum Beispiel zwei Messbecher),
ein Tablett,
ein Tuch    und
etwas gefärbtes Wasser.

Füllen Sie das gefärbte Wasser in einen der zwei Messbecher. Legen Sie das Tuch griffbereit an den Rand des Tabletts.

Beginnen Sie nun das Wasser in einer langsamen und ruhigen Bewegung in den anderen Messbecher umzugießen.

Wenn das Wasser komplett in den anderen Messbecher eingegossen wurde, greifen Sie mit der freien Hand nach dem Tuch und tupfen Sie vorsichtig die letzten Tropfen am Ausschank des ersten Messbechers ab.

Stellen Sie den Messbecher an seinen Platz zurück und greifen mit der anderen Hand als zuvor nach dem zweiten Messbecher. Gießen Sie erneut in einer ruhigen Bewegung das Wasser langsam zurück in den ersten Messbecher. Auch hier sollten Sie nach dem Ausgießen des Wassers die letzen Tropfen am Ausguss mit dem Tuch abtupfen.

Mit dieser Übungen lernt ihr Kind das sichere Eingießen von Getränken in den eigenen Trinkbecher.

Das Wichtigste bei diesem Spiel ist zu lernen, dass man das Wasser in langsamen und ruhigen Bewegungen umgießt. Wenn Sie sich zuhause etwas zu trinken einschenken, schütten Sie wahrscheinlich auch nicht das gesamte Getränk ruckartig in ihre Tasse. 😀

Das Eingießen erfordert von Ihrem Kind eine ruhige Hand und viel Übung. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Hier einige Bilder von meinem Schüttspiel:

Achten Sie beim Aufstellen der Messbecher darauf, dass die Ausgießer zueinander stehen.

Gießen Sie in einer langsamen und ruhigen Bewegung das Wasser aus dem ersten Messbecher in den zweiten Messbecher.

Tupfen Sie die Tropfen am Ausgießer mit einem Tuch vorsichtig ab.

Nun gießen Sie mit der anderen Hand das Wasser zurück in den ersten Messbecher.

Tupfen Sie auch hier die letzten Tropfen vorsichtig mit dem Tuch ab.

Fertig!