Montessori selbst gemacht …

Archive for the ‘Farbentopf’ Category

Hier eine Idee für all Diejenigen, die zähneknirschend das Körbchen mit der Wolle entknoten müssen, nachdem die Kleinen begeistert damit gebastelt haben.

Benötigt werden lediglich ein paar alte Gläser mit Deckel und ein Bohrer.

Spülen Sie die Gläser und die Schraubdeckel gründlich aus und trocknen Sie sie ab. Dann stechen/bohren/drücken Sie mit einem spitzen Gegenstand ein Loch in die Mitte des Schraubverschlusses.

Nun können Sie die Wolle in das Glas füllen und den Anfang des Knäuels von innen durch das Loch ziehen.

Zuschrauben und fertig! Diese Gläser eignen sich besonders für kleine Wollreste. Die fertigen Wollgläser sind nicht nur praktisch, sondern sie sehen auch sehr ansprechend aus. Eine echte Alternative für Bastel- und Klebeecken!

Für dieses Spiel brauchen Sie

verschiedene Finger- oder Wasserfarben,
weiße Farbe oder Deckweiß,
Pinsel,
kleine Kartonkärtchen    und
evtl. Haushaltsetiketten

Füllen Sie einen Klecks Fingerfarbe in ein Schälchen und malen Sie mit dieser Farbe eines der Haushaltsetiketten an.

Nun fügen sie einen Klecks weiße Farbe (oder Deckweiß) in das Schälchen hinzu und verrühren es gut. Der ursprüngliche Farbton wird nun etwas heller. Bemalen Sie mit dieser neuen Farbe ein weiteres Haushaltsetikett. Vermischen Sie nun einen weiteren Klecks weiß mit der Farbe.

Ich habe zu jeder Farbe 4 Farbtöne gemischt. Wenn Sie möchten können Sie natürlich auch mehrere Farbstufen herstellen.

Lassen Sie die Farbe auf den Klebeetiketten gut trocknen. In der Zwischenzeit können Sie aus hellem Tonkarton passende Karten zurechtschneiden. Auf diese kann später das Haushaltsetikett aufgeklebt werden.

Diese Art des Spieles finden Sie im Internet oft unter dem Namen „Schattierungsspiel“. Ich habe es mit meinem Patenkind auf diese Weise gespielt:

Legen sie die dunkelste Karte einer Farbe in die Tischmitte, z.B. die Farbe Grün. Sprechen Sie ihrem Kind vor: „Das ist ein dunkles grün“. Legen Sie nun den hellsten Farbton als Kontrast daneben. „Das ist ein helles grün“. Wiederholen sie noch einmal die Begriffe hell und dunkel. Legen Sie ihrem Kind beide Karten in die Hände und fordern Sie es auf, ihnen entweder die helle oder die dunkle Karte zu reichen. Hat ihr Kind dieses geschafft, kann es selber die Karten benennen.“Das ist hell und das ist dunkel.“ Nun können Sie die Zwischentöne hinzufügen. Das Kind soll versuchen diese Karten richtig einzuordnen. Links ist dunkel, recht ist hell. Es kann die Karten nahe aneinanderlegen, um die Farben besser vergleichen zu können. Ist eine Karte heller als die liegende Karte muss sie nach rechts gelegt werden, ist sie mit einem dunkleren Farbton bemalt muss sie nach links gelegt werden.

Gemeinsam haben wir so eine Art Farbensonne gelegt. Innen waren die dunklen Farben, welche nach außen hin immer heller strahlten.

Ich bin mir nicht sicher ob ich dieses Spiel so „Montessorigerecht“ gespielt habe, meinem Patenkind hat es allerdings gut gefallen. Ich denke das diese Karten sehr vielseitig einsetzbar sind. Wenn noch jemand eine tolle Idee zum Arbeiten mit den Karten hat, kann er diese gerne in den Kommentaren hinterlassen!

Noch etwas: Leider sind meine Karten relativ „unsauber“ geworden. Mein Patenkind stört es wohl nicht, eine sinnvolle Alternative zu selbstgemalten Farbkarten wären aber sicherlich Farbkarten aus dem Baumarkt. Einfach ausschneiden und aufkleben. Kostet nichts und sieht wahrscheinlich ordentlicher aus 😀

Sie benötigen für diese Glitzerflaschen

2 kleine Plastikflaschen mit Schraubverschluss,
Glitzerpulver,
Wasser und
eine Heißklebepistole.

Spülen Sie die leeren Plastikflaschen gründlich aus. Diese Flaschen haben zuvor Apfelsaft beherbergt.

Geben Sie nun das Glitzerpulver in die Flaschen. Ich habe in einer der Flaschen zwei Glitzerfarben gemischt und kleine Dekoherzen (Streudeko?) zwischen das silberne Glitzerpulver gestreut.

Nun können Sie die Flaschen bis zum oberen Rand mit Wasser auffüllen. Damit der Deckel auch wirklich fest sitzt, habe ich ihn mit Heißkleber verstärkt.

Nun kann das Schütteln und Rollen der Glitzerflaschen beginnen. Sie funktionieren ähnlich wie die alt bekannten Schneekugeln. Man kann den Flascheninhalt durch kräftiges Schütteln in Bewegung setzten und dem Glitzerpulver beim sanften Hinuntergleiten auf den Flaschenboden zusehen. Besonders schön sieht das aus, wenn ihr Kind die Flasche gegen das Licht hält.

Der jüngste Spross der Familie spielt mit diesen Flaschen eine Art „Krabbelhilfe“. Sie lässt die Flasche auf dem Boden wegrollen, krabbelt flink hinterher, beobachtet staunend das Treiben in der Flasche um sie anschließend wieder wegzuwerfen.

Im Baumarkt findet man oft Aufsteller mit Krims Krams für einen Euro. Aus so einer Kiste haben mich vor Monaten einmal diese bunten Karabinerhaken angelacht. Die sind nach dem Kauf in einer meiner Wühlkisten verschwunden und vor einigen Tagen durch Zufall wieder aufgetaucht. Jetzt ärgere ich mich das ich nur zwei Päckchen gekauft habe…

Füllen Sie die Karabiner in ein kleines Schälchen. (Leider sind die Bilder sehr dunkel geworden)

Nun kann ihr Kind mit dem Zusammenbauen beginnen. Von jeder Farbe sind in meiner Variante 2 Karabiner vorhanden. Aufgabe könnte sein, die Karabiner der gleichen Farbe heraus zu suchen und zu verbinden. Dabei muss ein Karabiner durch Druck auf den Silbernen Teil geöffnet werden und der andere in ihn hinein gesteckt werden. Wenn ihr Kind zum ersten Mal mit Karabinern arbeitet, sollten Sie ihm zunächst das Öffnen eines Hakens vorführen.

 

Sie können ihr Kind die Haken auch kunterbunt gemischt zu einer langen bunten Kette verbinden lassen. Das Öffnen und Zusammenstecken der Karabiner macht vielen Kindern großen Spaß. Dabei müssen die Haken auch nicht zwangsläufig bunt sein 🙂 Viel Spaß beim Zusammenbauen!


Für dieses Tablett benötigen Sie:

viele Muggelsteine in verschiedenen Farben,
ein Schälchen und
die Halterung von Ü-Eiern aus dem Supermarkt.

Lassen Sie ihr Kind nach Herzenslust die Muggelsteine in den kleinen Mulden verteilen. Das trainiert die Feinmotorik und macht Kindern einfach nur Spaß.

Dabei können die Steine zum Beispiel nach Farben, ihrer Anzahl oder querbeet sortiert werden.

Als „Highlight“ habe ich meinem Patenkind zwischen all den hellen Muggelsteinen einen knallroten Stein ins Schälchen gegeben. Dieser sticht sofort heraus und regt zum Spielen an.

Ich glaube man könnte diese Halterungen auch als eine Art Kalaha Spiel umfunktionieren. Aber dafür ist mein Patenkind dann doch noch zu jung 😀 Probieren Sie doch einfach aus welche Ideen ihrem Kind in den Kopf schießen, wenn es vor diesem Arbeitstablett sitzt. Viel Spaß!

legekarten farbe

Drucken Sie sich die Legekarten aus und schneiden Sie sie zurecht.

Um die Karten stabiler zu machen, können Sie sie auf Tonkarton aufkleben und einlaminieren.

Suchen Sie kleine Gegenstände in den Farben rot, gelb, grün und blau zusammen und legen Sie sie bunt gemischt in ein kleines Schälchen. In meinem Beispiel habe ich dafür Wäscheklammern, Knöpfe, Papier und Nähgarn verwendet.

Legen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind die Legekarten nacheinander auf den Tisch und benennen Sie die darauf stehende Farbe.

Nun kann Ihr Kind mit dem Zuordnen beginnen. Nach und nach soll es sich einen Gegenstand aus dem Schälchen greifen und der richtigen Karte zuordnen. Dabei kann es die aufgedruckten Farben als Hilfe nutzen.

Das Spiel endet, wenn alle Gegenstände aus dem Schälchen den richtigen Karten zugeordnet sind. Durch den farbigen Aufdruck kann Ihr Kind seine Arbeit selbstständig kontrollieren.


Viel Spaß beim Spielen!

Für dieses Arbeitstablett benötigen Sie

5 Joghurtbecher
buntes Tonpapier   und
verschieden farbige Muggelsteine.

Spülen Sie die leeren Joghurtbecher gründlich aus und trocknen Sie sie gut ab.

Suchen Sie sich aus ihrem Vorrat jeweils 10 Muggelsteine einer Farbe heraus. Meine Steine haben die Farben weiß, grün, hellblau und dunkelblau.

Zeichnen Sie sich auf dem bunten Tonpapier einen passenden Boden für die Joghurtbecher in jeweils einer der Muggelsteinfarben auf. Diese können Sie nach dem Ausschneiden in den jeweiligen Becher legen.

Mischen Sie alle 40 Muggelsteine in dem bodenlosen Becher durcheinander.

Aufgabe für Ihr Kind ist es, die Muggelsteine aus dem einen Becher, in die noch leeren Becher einzusortieren. Dabei sollen die Steine nach ihrer Farbe getrennt werden. Die weißen Steine sollen also in den Becher mit dem weißen Boden, die grünen in den Becher mit dem grünen Boden, usw..

Der farbige Boden ist gerade für jüngere Kinder eine Orientierungshilfe, ist aber nicht unbedingt notwendig!

Das Greifen der Steine, das Geräusch wenn Sie in die Becher fallen und das Betrachten der schönen Farben macht Kindern eine große Freude. Nach Herzenslust können die verschiedenen Steine immer wieder durcheinander gewürfelt und erneut einsortiert werden.

Natürlich können Sie dieses Spiel nicht nur mit Muggelsteinen, sondern auch mit vielen anderen Materialien gestalten. Die zerschnittenen Strohhalme aus dem Fädelspiel wären nur eine weitere Möglichkeit. Hauptsache das angebotene Material ist schön bunt 🙂

Nachdem unsere Flaschenpost immer mehr zur „Flöckchenpost“ mutiert ist, habe ich den Inhalt entsorgt und die Flasche nach gründlichem Ausspülen erneut gefüllt. Das teils geflockte Öl hat nicht sonderlich gemuffelt (was ich ja vorher vermutet habe), aber schön anzusehen wars dann doch auch nicht mehr.

Zumindest habe ich so eine Art Haltbarkeitsdatum für diese Flaschen gefunden. Nach 2-3 Monaten kann man beruhigt den Inhalt wechseln 🙂 Unsere Flaschenpost stand zu allem Übel noch in der Sonne, was ihr sicher einige Wochen ihres Daseins gekostet hat.

Aber die neue Farbe macht das Spielgerät gleich interessanter und so gehts munter weiter mit dem Farbenschütteln…

Für alle Leser die jetzt ratlos den Kopf schütteln und nicht wissen wovon hier geredet wird: Hier nochmal die Anleitung zum Herstellen der Flaschenpost.

Sie benötigen für dieses Fädelspiel:

eine Stopfnadel (Nadel ohne Spitze),
etwas Wolle   und
bunte Strohhalme.

Schneiden Sie die Strohhalme mit Hilfe einer Schere in etwa 1cm -1,5cm lange Stücke und füllen Sie sie in ein kleines Schälchen.

Schneiden Sie von der Wolle einen Faden in der gewünschten Länge ab. Für Ketten sollte er um die 30cm – 45cm lang sein.

Befestigen Sie ein Ende des Wollfadens mit einem einfachen Knoten an der Nadel, was ein Herabfallen während des Auffädelns unmöglich macht. An das andere Ende Knoten sie ein erstes Strohhalmstück.

Nun kann Ihr Kind mit dem Fädeln beginnen. Die Strohhalmstücke lassen sich mühelos über die Nadel schieben und ergeben nach kurzer Zeit eine schöne Kette. Zum Schluss knoten Sie den Faden von der Nadel wieder ab und binden die zwei Enden einfach zusammen. Fertig!

Die bunten Strohhalmschnipsel lassen sich auch prima für Farbenspiele oder zum Löffeln verwenden. Darauf komme ich bestimmt noch einmal zurück!

Sie benötigen hierfür:

eine leere Glasflasche
etwas Speiseöl  und
etwas gefärbtes Wasser.

Färben Sie sich mit Krepppapier oder Lebensmittelfarbe etwas Wasser in der gewünschten Farbe.

Spülen sie die Glasflasche gründlich aus und lassen Sie sie gut austrocknen.

Nun geben Sie mithilfe eines Trichters das Speiseöl in die Flasche. Es sollte ungefähr die Hälfte der Flasche füllen. Wenn das Öl eingegossen ist, gießen Sie das gefärbte Wasser darüber. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass das Wasser auf den Boden der Flasche sinkt.

Füllen Sie die Flasche bis zum oberen Rand. Zum Schluss müssen Sie die Flasche gut verschließen!

Lassen Sie ihr Kind nun mit der Flaschenpost spielen. Was passiert wenn man Sie auf den Kopf stellt? Was passiert wenn man die Flasche kräftig schüttelt?

Genau das richtige für kleine Forscher also. Im übrigen eignen sich diese Öl-Wasser-Gemische auch gut als Deko fürs Kinderzimmer. Nehmen Sie statt einer großen Flasche doch mehrere kleinere Fläschchen und füllen Sie mit verschiedenen Farben. Das wirkt nicht nur fröhlich, sondern lädt zum munteren Farbenschütteln ein. Viel Spaß!

Hier einige Fotos:

Die fertige Flasche

Egal wie sehr Ihr Kind die Flasche auch dreht und wendet...

...oder auch kräftig durchschüttelt....

...das gefärbte Wasser befindet sich nach kürzester Zeit immer wieder am Flaschenboden.

Sehr schön ist es, die Ölblasen beim Wandern nach oben zu beobachten.

Hier noch ein paar Links zur Erklärung und zum Weiterexperimentieren:

http://www.nela-forscht.de/2011/03/04/experiment-mit-wasser-%C3%B6l-und-sp%C3%BClmittel/

http://www.labbe.de/zzzebra/index.asp?themaid=635&titelid=3275

http://www.wdr.de/tv/wissenmachtah/bibliothek/lavalampe.php5

http://www.kids-and-science.de/experimente-fuer-kinder/detailansicht/datum/2009/08/11/wasser-oel-emulsion-selbst-machen.html