Montessori selbst gemacht …

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Spätestens seit der kleine Mann krabbeln kann, ist das Wohnzimmer als Hauptaufenthaltsort einfach zu klein geworden. Daher haben wir kurzerhand etwas umgeräumt und somit dem kleinen Mann die Möglichkeit für ausgedehnte Entdeckungstouren geschaffen. Überall in der Wohnung finden sich kleine Anlaufstellen an denen man verweilen und etwas entdecken kann. Somit besitzt der kleine Mann nun gefühlte 90% unserer Wohnung :D

Ausräumen:

Die absolute Lieblingsbeschäftigung des kleinen Mannes. Egal ob Körbe, Schachteln, Schüsseln oder Mülleimer…  Aber! Ausräumen weckt den Entdeckergeist, schult das Gleichgewicht und die Feinmotorik. So sehe ich das zumindest :) Deshalb darf der kleine Mann auch alles ausräumen was er mag (ausgenommen unsere Mülleimer natürlich). Ich lade ihn dazu sogar ein.

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Immer im Wechsel findet er gefüllte Schubladenkästen, Körbe (Beispielfoto mit verschiedenen Bällen), das Wäscheklammerkörbchen, usw. auf seinen Arbeitsplätzen. Die Materialien wechseln und sind teilweise bunt gemischt, teilweise thematisch ausgewählt (zum Beispiel nur hölzerne oder nur runde Gegenstände). Auch das Altpapier wird mittlerweile in einer großen Kiste im Flur gesammelt statt in der Kammer. Denn Prospekte ausräumen und zerreißen ist zu einer unverzichtbaren Aufgabe des kleinen Mannes geworden.

Motivationskörbe:

An jedem Arbeitsplatz findet der kleine Mann ein Körbchen mit wenigen ausgesuchten Materialien. Diese rotieren und wechseln wöchentlich und werden am liebsten mit Mama oder Papa gemeinsam benutzt.

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So sehen zurzeit seine Arbeitsplätze im Flur und im Schlafzimmer aus…

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 Krabbellandschaften:

Im Wohnzimmer baue ich dem kleinen Mann immer wieder eine kleine Krabbellandschaft auf. Verschiedene kleine und große Kissen, gerollte Decken und das Stillkissen können krabbelnd überwunden, umgeräumt oder einfach zum hineinkuscheln verwendet werden.

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Diesen netten Kommentar bekam ich von meiner Mutter als ich ihr des kleinen Mannes neuestes Lieblingsspiel eröffnete. Es besteht aus getrockneten Litschi Kernen und einer alten Plastik Ketchupflasche. Billig herzustellen, schnell gemacht und wahnsinnig spannend. Man kann den rasselnden Inhalt beim Schütteln gut beobachten und Krach machen tut es auch. Was will man mehr? :)

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Diese Murmelbahn ist vielleicht nicht im klassischen Sinne eine Murmelbahn, aber die Funktion ist ihr doch gleich. Allerdings wandert hier keine kleine Glasmurmel, sondern ein roter Schaumstoffball durch einen ihm vorbestimmten Weg.

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Die Idee (gesehen auf einem Buchcover) dahinter war für mich, dass der kleine Mann sich neben diese Bahn setzen kann, sich durch ihren robusten Bau an ihr abstützen und festhalten kann, und das Geschehen in der Bahn sowohl gut einsehen als auch alles ergreifen kann.

Die Holzteile habe ich mir bereits im Baumarkt zuschneiden lassen. Leider kam auch hier wieder meine “Learning by doing”- Vorgehensweise an ihre Grenzen. Wie auf den Bildern unschwer zu erkennen, schließt das Dach nicht mit den Kanten des Häuschens ab. Aber das ist halb so wild, alles wurde gut abgeschliffen und der kleine Mann kann diesen Vorsprung eventuell sogar zum Festhalten nutzen.

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Zuerst habe ich die notwendigen Öffnungen für das Häuschen herausgesägt und abgeschliffen.

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Dann habe ich die Seitenteile des Häuschens mithilfe kleiner Holzschrauben zusammen gesetzt. Das Dach muss allerdings noch offen bleiben, da in das Häuschen die “Abrollvorrichtung” für den Ball noch eingesetzt werden muss.  Anschließend wurde das Häuschen von unten an den Boden angeschraubt.

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Damit der Ball auch schön aus dem Häuschen herausrollt, habe ich ein Brett mithilfe eines kleinen Holzblockes schräg in dem Kasten angebracht.

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Nun habe ich mit kleinen Leisten den Boden eingezäunt, damit der Ball nicht über alle Berge flüchtet, sobald er die Murmelbahn durchlaufen hat. Somit bleibt der Ball immer in unmittelbarer Nähe des Häuschens und kann durch kurzes Krabbeln oder Poporutschen erreicht und wieder in die Bahn eingeworfen werden.

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Zum Schluss wird noch der Deckel aufgeschraubt. Unbedingt alle Kanten und Öffnungen gut abschleifen!

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Getestet hat die Bahn zunächst das Patenkind, das natürlich nicht immer so dreckige Arme hat, sondern extra für das Foto ihre Arbeit an der Matschküche unterbrochen hat. Ja, die ist tatsächlich noch immer im Einsatz und nach wie vor sehr beliebt!

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Ich bin sehr gespannt was der kleine Mann später von dieser Bahn halten wird. Die wilden Cousinen jedenfalls hatten ihren Spaß damit, auch wenn sie eher ihre Wurftechnik an ihr geübt haben. :)

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Ich hatte es befürchtet – neben Studium, Haushalt, großem Hund und dem anderen alltäglichen Wahnsinn, blieb die Zeit für den Blog seit der Ankunft des kleinen Hosenkackers irgendwie auf der Strecke. Soviel sei zu ihm gesagt, er ist liebevoll anstrengend, hat eine Schwäche für Pandabären und Geschenkbänder und liebt es Blumen, Sträucher und Bäume zu betrachten und seit einigen Wochen auch danach zu greifen. Natürlich habe ich auch in den vergangenen Monaten an Montessori Projekten gearbeitet, allerdings nur für sehr kleine Menschen. :)  Da das Internet gut gefüllt ist mit Beispielen, wie sie ähnlich bei mir zuhause zu finden sind, wollte ich das Netz nicht mit weiteren selbstgebastelten Mobiles, Greif- und Bewegungsmotivations-Ideen vollstopfen. Vielleicht mache ich in den nächsten Wochen einfach eine kurze Bilderstrecke von den (meiner Meinung nach) gelungensten und den am besten angenommenen Dingen zum Nachbauen.

Heute war allerdings ein besonderer Tag, der kleine Hosenmatz durfte die Sonnenstrahlen in seiner eigenen Kastanienwanne genießen. Die Bauweise ist einfach, Kastanien vom Opa sammeln lassen und in eine alte Wäschewanne schütten.

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Da man auf den Kugeln sehr unbequem sitzt, habe ich dem kleinen Mann eine Sitzkuhle frei gelassen.

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Und dann kann es losgehen…Socken aus und rein in die Wanne!

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Bisher kannte er nur feineres “Bade-” und Fühlmaterial, wie Linsen, Reis und Maiskörner. Die großen Kastanien waren da eine echte Abwechslung. Beim nächsten Spaziergang also unbedingt einsammeln!

 

Dieses Spiel ist wirklich schnell gemacht! Aus dem Salzteig habe ich mit einem Plätzchenstecher verschiedene Sterne ausgestanzt, gebacken und anschließend bemalt. Zu jeder der vier Farben gehören drei große und zwei kleine Sterne.

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Als nächstes habe ich auf buntem Papier mithilfe der Ausstechformen die fünf Sternenumrisse aufgezeichnet. Zunächst mit dem Bleistift, anschließend habe ich die Linien mit einem dünnen Edding nachgezogen.

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Auf jedem Blatt sind somit fünf Sterne und der Name der Farbe aufgezeichnet worden.

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Die gebackenen Salzteigsterne werden in einem Beutel versteckt in die Mitte des Tisches gelegt. Aufgabe ist es, reihum blind einen Stern aus dem Beutel heraus zu ziehen, und ihn der passenden Farbkarte zuzuordnen. Es handelt sich also um eine Form des bekannten Lottospieles, welches man mit bis zu 4 Personen spielen kann.

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Beendet ist das Spiel, wenn alle Sterne auf den passenden Farbkarten ihren Platz gefunden haben. Ich wünsche Ihnen viel Spaß mit dieser wirklich preisgünstigen und farbenfrohen Variante!

Dies wäre die klassische Variante des Zuordnungspieles. Aus dem Internet habe ich mir Bilder von echten Tieren und Pflanzen passend zu meinen Salzteig Figuren ausgedruckt und einlaminiert. Diese werden gemeinsam mit den Figuren auf einem Tablett bereitgestellt.

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Nun kann Ihr Kind die Bildkarten gut sichtbar auf dem Tisch auflegen. Bennen Sie schon jetzt die Namen der einzelnen Tiere und Pflanzen. Nutzen Sie auch hierfür zusätzlich die Zuordnungskarten.

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Hat jedes Bild seine Namenskarte erhalten, können die Salzteigfiguren ihren Freund auf dem Tisch suchen.

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Das waren einige Spielanregungen für die Salzteigtiere. Da ich allerdings eine sehr große Menge an Salzteig gemacht habe, gibts es später noch einen Eintrag für Spiele mit Salzteigsternen :D

Für das folgende Spiel habe ich die Umrisse der Ausstechformen auf einfachem weißen Papier aufgezeichnet und dieses anschließend einlaminiert.

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Die Aufgabe ist denkbar einfach. Die Karten werden gemeinsam mt den Tieren in einem Körbchen bereitgestellt. Nun kann Ihr Kind die einzelnen Karten auf dem Tisch auflegen. Bereits hier können sie die Tiere gemeinsam bennen. Anschließend werden die Tiere aus dem Körbchen den richtigen Umrissen zugeordnet.

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Auch hier können Sie die Zuordnungskärtchen mit dem Namen der Tiere verwenden.

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Ältere Kinder können die Tiere in einen Stoffsack legen und versuchen, die Formen der Tiere blind zu ertasten und zu erraten, welches Tier sie gerade in den Händen halten. Die auf dem Tisch ausgelegten Umrisskarten helfen dabei enorm. Versuchen Sie es einfach mal!


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