Montessori selbst gemacht …

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Für dieses Feinmotoriktablett benötigen Sie:

einen alten Tennisball,
einen schwarzen Edding (oder Klebeaugen),
einen kleinen Behälter mit Füllmaterial (zum Beispiel Kerne/Muggelsteine,usw.) und
einen kleinen Löffel.

Schneiden Sie zunächst den Tennisball horizontal ein kleines Stück auf. Diese Öffnung soll später als Mund dienen. Mithilfe eines Eddings oder Klebeaugen können Sie das Gesicht fertig gestalten.

Füllen Sie das gewünschte Füllmaterial in einen kleinen Behälter. Ich habe hierfür getrocknete Marillenkerne verwendet. Achten Sie bei dem Behälter darauf, dass man später gut aus ihm löffeln kann!

Aufgabe ist es, den Tennisballkopf mithilfe des Löffels zu füttern. Durch leichtes Drücken des Tennisballes öffnet sich der Mund und der Löffel kann die Kerne einfüllen.

Und dann rein in die Schnute! 😀

Ihr Kind kann den gesamten Behälter verfüttern. Achten Sie darauf, dass sie nur so viel Füllmaterial anbieten, wie auch in den Tennisball passt!

Zum Schluss kann der Kopf durch ein leichtes Drücken über dem Behälter wieder entleert werden. Diese Übung erfordert viel Kraft, eine ruhige Hand und eine gute Hand-Augen-Koordination. Viel Spaß dabei!

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Für dieses Arbeitstablett benötigen Sie:

3 kleine Gefäße (je etwa 100 ml),
ein großes Gefäß (etwa 300ml),
ein Schälchen in das ebenfalls etwa 300ml passen,
Löffelmaterial wie Reis, Nudeln, Erbsen, Linsen oder ähnliches  und
einen Löffel.

Die Art der Gefäße ist eigentlich egal. Am Besten wären drei identische Schraubgläser die etwa 100ml Flüssigkeit beinhalten können. Für mein Tablett habe ich dafür einfach 3 kleine Trinkgläser verwendet. Das große Gefäß hat einmal fertige Nudelsoße beinhaltet. Wichtig ist, dass der Inhalt der drei kleinen Gläser gemeinsam in das große Gefäß passt. Als Schale habe ich eine Müslischale benutzt.

Füllen Sie den Reis in die Müslischale und legen sie einen Esslöffel dazu.

Nun kann Ihr Kind beginnen. Lassen Sie es den Reis zunächst auf die kleinen Gläser verteilen. Um besser arbeiten zu können, kann es das große Glas dafür vom Tablett stellen.

Der Reis verteilt sich gleichmäßig auf alle drei Gläser. Nun kann ihr Kind sich das große Glas wieder auf das Arbeitstablett stellen und damit beginnen, den Inhalt der drei kleinen Gläser in das größere zu löffeln oder schütten.

Ihr Kind kann nun feststellen, dass alle kleineren Gläser das große Glas gemeinsam gefüllt haben.

Nun kann ihr Kind entweder das große Glas wieder auf die drei kleinen Gläser verteilen, oder den Reis zurück in seine Anfangsposition, in die Müslischale, schütten.

Nun kann ihr Kind das Spiel von Neuem beginnen. Die Reihenfolge, in welcher der Reis auf den Gefäßen verteilt wird, bleibt ihm überlassen. Im Vordergrund dieses Tabletts steht die Erkenntnis über das Fassungsvermögen verschiedener Gläser. Das Fassungsvermögen der Müslischale ist das gleiche wie das des Nudelglases, obwohl beide Gläser unterschiedlich groß aussehen. Man braucht drei kleine Gläser um die Menge an Reis aus der Müslischale unterzubringen. Schüttet man den Reis aus einem kleinen Glas in ein anderes kleines Glas, erkennt ihr Kind, dass diese Gefäße das Gleiche Fassungsvermögen haben müssen.

Lassen Sie ihr Kind die einzelnen Gläser im gefüllten oder leerem Zustand auch mit den Händen wiegen.

Ein besonderes Extra, besonders für Schulkinder ist es, wenn Sie zu diesem Spiel eine Küchenwaage bereitstellen. So kann ihr Kind spielend leicht mathematische Verhältnisse erkennen und sie spielerisch anwenden.

Die Idee zu diesem Spiel habe ich übrigens aus dem Buch „Ein Weg für alle!  -Leben mit Montessori“, welches ich in meinen Bücherempfehlungen aufgenommen habe.

Wenn Sie möchten können Sie dieses Spiel auch mit gefärbten Wasser anbieten. Stellen Sie ihrem Kind hierfür zusätzlich einen Trichter und einen kleinen Lappen bereit.

Viel Spaß dabei!

-Suppe! Matschsuppe mit Gräsern verfeinert um genau zu sein 🙂

Diese tolle Idee für den Bau einer Gartenküche habe ich hier gefunden.

Man benötigt lediglich zwei Holzkisten, eine Wachstuchdecke, Eimer, Schüsseln, Kochlöffel und natürlich Zutaten.

In dem Original von Frau Liebe´s Seite wurde zur Verstärkung noch eine Holzplatte auf die Holzkisten geschraubt. Da sich mein handwerkliches Geschick in Grenzen hält und ich den Bau der Küche schnellstmöglich voran treiben wollte, habe ich auf dieses extra verzichtet.

Um das Holz dennoch zu schützen und um eine echte Arbeitsplatte zum Kochen zu erstellen, habe ich gemeinsam mit meinem Patenkind eine Wachstuchdecke zerschnitten und mithilfe von Reisnägeln und einem Hammer an den Holzkisten befestigt.

Dann wurden alte Töpfe, Eimer, Schippen, Rührlöffel und sonstiger Küchenbedarf zusammengesucht und mit den unterschiedlichsten Materialien befüllt.

Vor jedem Kochen müssen die einzelnen Zutaten aus dem Garten zusammengetragen werden. Die Erde kommt aus dem Komposthaufen, die Gräser und Blätter von der Wiese und auch ein wenig Sand darf aus dem Sandkasten geholt werden. Das Wasser kommt nicht aus der Leitung, sondern wird seit dem Bau der Küche in Eimern und Planen vom Regen aufgesammelt. Diese Vorbereitungen machen nicht nur Spaß, sondern ermöglichen auch ein Arbeiten in und mit der Natur.

Gekocht werden darf dann nach Lust und Laune. Stellen Sie möglichst viele unterschiedliche Gefäße zum Kochen bereit. So kann in verschiedenen Töpfen unterschiedliches gekocht werden, oder auch mit der Kelle die gekochte Suppe in Tassen portioniert werden.

Mein Patenkind hat die Begeisterung für diese Küche sehr schnell übernommen, und auch die Nachbarskinder kommen gerne um eine Runde gemeinsam zu kochen. Da kann man nur eines wünschen:

„Guten Appetit!“ 😀

Da ich kürzlich einen Heißhunger auf einen Linseneintopf hatte, habe ich mir einen Beutel dieser herrlichen Linsen gekauft. Ich habe meinen Teil zum Kochen herausgenommen und den Rest für mein Patenkind zunächst ohne Hintergedanken einfach in eine Schüssel gegeben. Das Ergebnis war, dass sie sich fast eine Dreiviertelstunde lang voll konzentriert mit diesen Linsen beschäftigt hat. Immer wieder hat sie ihre Hand in die Linsen eingetaucht und sie darin bewegt. Leider hielt sich ihre Faszination für die gekochten Linsen in Grenzen 😀

Linsen fühlen sich sehr weich und angenehm an. Sie können Sie ihrem Kind einfach in einer großen Schüssel zur Verfügung stellen, oder die Linsen als Schütt- oder Löffelmaterial verwenden.

Das schöne an einer Linsenschüssel ist, das man die Linsen nicht nur befühlen, sondern auch hören kann. Geben Sie ihrem Kind doch einen kleinen Trichter und eine kleine Flasche mit in die Schüssel. Diese kann dann nach Belieben gefüllt und wieder entleert werden.

Auch kleinere Figuren, beispielsweise aus den Ü-Eiern, lassen sich schön in den Linsen verstecken und müssen anschließend durch Fühlen gesucht werden.

Viel Spaß dabei!

Sie benötigen für dieses Tablett:

2 gleiche Behälter,
ein darauf passendes Sieb,
einen Löffel,
Nudeln    und etwas Vogelsand.

Sieben Sie den Vogelsand zunächst einmal durch, um die etwas größeren Steinchen aus ihm herauszubekommen.

Nun Füllen Sie etwas Vogelsand und ein paar Nudeln (es gingen auch Reis, Linsen,…) in eines der Gefäße und vermischen sie.

Setzten Sie das Sieb auf den zweiten, leeren Behälter. Nun kann Ihr Kind mit dem Löffeln beginnen. Aufgabe ist es, den gesamten Inhalt des ersten Behälters durch das Sieb in seine zwei Bestandteile zu trennen. Durch das Rühren mit dem Löffel im Sieb, fällt der feine weiche Sand schnell herunter in das zweite Gefäß, während die Nudeln im Sieb hängenbleiben.

Lassen Sie ihr Kind so das komplette Sand-Nudelgemisch trennen und anschließend wieder zusammen schütten.

 

Mein Patenkind spielt mit diesem Tablett furchtbar gerne kochen. Ständig wird in den Gefäßen herumgerührt, auch manchmal mit dem Finger eine „Prise Salz“ aus dem herausgesiebten Sand entnommen und über die Nudeln verteilt. Ich wünsche auch Ihren Kindern viel Spaß damit!

Wichtig! Eine aufmerksame Blogleserin hat mich darauf hingewiesen, dass ich auf den Bildern mit der falschen „Löffelrichtung“ begonnen habe. Nach Montessori sollte das Kind immer von links nach rechts arbeiten, also in die spätere Schreibrichtung. Meine Fotos sind daher spiegelverkehrt. In unserer Einrichtung war es jedoch ok, dass der Behälter nach dem ersten Löffeln auch von rechts nach links zurückgelöffelt werden durfte. Streng genommen müsste man allerdings das Tablett nach dem ersten Löffeln drehen, um wieder in Schreibrichtung arbeiten zu können.

Aus der Kleiderkammer meiner Tante habe ich diesen tollen Holzlöffel plus mehrere Holzschälchen erhalten. Da bekommt man doch selber sofort Lust etwas herumzulöffeln 😀

Ich habe für diese Variante eines Löffelspieles Walnüsse als Material gewählt. Die passen perfekt auf den Löffel, sehen interessant aus und haben einen schönen Klang wenn Sie in die zweite Schüssel plumpsen. Aufgabe ist es, mithilfe des Löffels die Walnüsse von der einen in die andere Schale zu löffeln.

Mein Patenkind war auch sofort Feuer und Flamme. Es war schwer da noch alle Nüsse fürs Foto wieder zusammenzusuchen. 🙂

Eine andere Variante für das Arbeiten mit Walnüssen ist das Greifen mit einer Zange.

Je nachdem ob Sie schon viele Löffel- oder viele Greifspiele haben, können Sie die Walnüsse nach Wunsch einsetzen. Auch in Fühlsäckchen, Geräuschdosen (wenn sie denn groß genug sind) sind sie immer ein interessantes Arbeitsmittel für Kinder. Und natürlich sind diese großen Nüsse ein tolles Bastelmaterial. Auch als Legematerial könnte ich sie mir gut vorstellen.

Sie benötigen:

1 Tablett
2 gleiche Gefäße
ein Löffel     und
ein Füllmaterial wie zum Beispiel getrockneter Mais, Linsen, Reis,…

Stellen Sie auf ein Tablett 2 gleiche Gefäße. Meine zwei Plastikgläser habe ich für insgesamt 20 Cent aus einer 10 Cent Kisten im Ramschladen erworben. Suchen Sie ruhig Gefäße aus, welche die Kinder in ihrem Alltag nicht benutzen und welche eine ansprechende Form und Farbe haben.

Stellen Sie die zwei Gläser nebeneinander auf das Tablett. Füllen Sie nun in eines der Gefäße eine kleine Menge von dem gewünschten Füllmaterial. In meine Gläser habe ich getrocknete Sonnenblumenkerne zum Brotbacken verwendet. Noch schöner wären richtige Sonnenblumenkerne (vielleicht aus einem Vogelfutter rausgepickt) gewesen.

Legen Sie vor die Gefäße auf dem Tablet ein Werkzeug zum Löffeln, sei es ein Suppenlöffel, ein Teelöffel, … .

Nun kann es losgehen. Zeigen Sie ihrem Kind wie Sie in langsamen und ruhigen Bewegungen mit dem Löffel das erste Gefäß leeren und die Sonnenblumenkerne vorsichtig in das zweite Gefäß löffeln. Machen Sie das so lange, bis sich in dem Gefäß nur noch kleine Mengen an Sonnenblumenkernen befindet. Für die letzten Körner können Sie das Gefäß auch leicht anheben und den Inhalt mithilfe des Löffels in das zweite Gefäß schütten, bzw. auskratzen.

Ist das erste Gefäß leer, beginnen Sie mit dem Löffel die Körner wieder aus dem zweiten Gefäß zurück in das erste zu löffeln. Diese Übung hilft ihrem Kind die Bewegungsabläufe und den Umgang mit dem Löffel zu trainieren. Schon bald wird es so zum Beipspiel sicher einen Löffel Joghurt oder Suppe zum Mund führen können.

Wichtig! Eine aufmerksame Blogleserin hat mich darauf hingewiesen, dass ich auf den Bildern mit der falschen „Löffelrichtung“ begonnen habe. Nach Montessori sollte das Kind immer von links nach rechts arbeiten, also in die spätere Schreibrichtung. Meine Fotos sind daher spiegelverkehrt. In unserer Einrichtung war es jedoch ok, dass der Behälter nach dem ersten Löffeln auch von rechts nach links zurückgelöffelt werden durfte. Streng genommen müsste man allerdings das Tablett nach dem ersten Löffeln drehen, um wieder in Schreibrichtung arbeiten zu können.

Hier noch einige Bilder von meinem Löffelspiel:

Sie brauchen für diese Übung ein kleines Tablett, 2 schöne Gefäße und einen Löffel.

Füllen Sie in eines der Gefäße ein paar Körner oder Reis. Am Besten etwas, das beim Umlöffeln in das andere Gefäß ein Geräusch macht.

Nun kann es losgehen: …

Beginnen Sie mit dem Löffel die Körner von dem ersten Glas …

… in das zweite Glas zu löffeln.

Ist das geschafft, können die Körner wieder zurück gelöffelt werden. Die Fehlerselbstkonrotlle ist gut sichtbar: Sind viele Körner auf das Tablett gefallen, kann dieses Spiel noch oft geübt werden.