Montessori selbst gemacht …

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Aus Sicherheitsgründen sind vor einigen Wochen bei uns alle Angebote mit Linsen oder anderen verschluckbaren Füllmaterialien abgeräumt worden. Da der kleine Mann dieses händeweise gegessen hat und davon Bauchweh bekam, musste er auf verschiedene Angebote leider verzichten. Vor einigen Tagen habe ich im Ramschladen dieses Service einer Zuckerdose und eines Milchkännchens gefunden und war gleich Feuer und Flamme. In der Hoffnung, dass die Linsenabstinenz Wirkung gezeigt hat, bot ich dem kleinen Mann heute diese Arbeitswanne an.

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Die Kanne kann per Hand oder mit einer Schaufelbewegung der Kanne mit Linsen gefüllt und der Inhalt in das Zuckerdöschen umgefüllt werden. Zunächst habe ich dem kleinen Mann meine Vorstellung des Arbeitsablaufes an dieser Wanne einmal vorgeführt. Linsen in dem Kännchen aufsammeln, Deckel von der Dose abnehmen und die Linsen in einer ruhigen Schüttbewegung einfüllen. Danach die Dose mit dem Deckel wieder verschließen. Er hat alles aufmerksam beobachtet und man spürte seine Ungeduld. Dann durfte er ran. Als erstes interessierte ihn jedoch der kleine Deckel, der sowohl auf die Zuckerdose, als auch auf das Milchkännchen gelegt werden kann.

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Bevor er seine ersten Schüttversuche unternahm, mussten beide Gefäße erst einmal gründlich untersucht werden. Das ging leider nur außerhalb der Wanne. Allerdings wäre es von einem 10 Monate alten Kind auch zu viel verlangt, seine Erkundungsunternehmungen auf eine kleine Waschwanne zu beschränken.

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Dann begann er die Gefäße etwas zu befüllen. Ich habe zwischendurch seine herausgenommen und abgelegten Teile des Service immer zurück in die Wanne gestellt. So richtig geklappt hat das Befüllen noch nicht und geschüttet hat er innerhalb der Wanne heute gar nicht. Da fehlt ihm einfach noch die Übung. Aber das ist nicht schlimm, er fand es sehr spannend und wird sich sicher freuen, morgen wieder mit der Wanne arbeiten zu können.

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Allerdings hat das Linsen essen noch nicht aufgehört. Mal sehen wie sich das weiterentwickelt. Den Großteil hat heute allerdings der Hund bekommen…

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Da unsere Pläne bezüglich des ersten Spielplatzbesuches aufgrund des ständigen Regenwetters immer wieder verschoben werden, hat der kleine Mann einen kleinen Privatsandkasten im Flur erhalten.

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Die Wanne ist aus Plastik und ist eigentlich für den Einbau in einen schwedischen Kleiderschrank gedacht gewesen. Der Besuch beim Möbelriesen vor einigen Tagen war in vielerlei Hinsicht erfolgreich. Immerhin soll der kleine Mann bald einen eigenen Waschplatz und eine Garderobe erhalten. Aber diese Wanne (ein Glücksfund im Lager, weil diese gegenüber der Spiegel lagen) ist einfach perfekt als Sandkasten. Der Rand ist nicht zu hoch und der kleine Mann hat viel Platz zum Arbeiten.

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Eingefüllt habe ich 3 Beutel Vogelsand, welchen ich zuvor einige Male gesiebt habe. Nun ist der Sand schön weich und ich habe gleich ein paar Dekosteinchen für die Teelichter.

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In den Sandkasten im Miniformat kann man verschiedenes Buddelzubehör oder auch Dinge zum Einbuddeln und Verstecken geben. Bei älteren Kindern zum Beispiel Figuren, Steine, Muscheln oder Muggelsteine. Da der kleine Mann alles in den Mund nimmt und zu schlucken versucht, hat er erstmal einen Trichter, eine Schippe und einen Rechen zum Arbeiten bekommen. Schälchen und Becher werden zur Zeit immer an den Mund geführt und ausgeleert, ein Nebeneffekt vom Trinken üben aus der Tasse :/

 

Bei uns wurde die ausrangierte Auflaufform viel und gerne genutzt. Einfach eine stabile (sicher stehende!) Schale oder Schüssel mit verschiedenen Inhalten füllen und anbieten. Diese Schale stand bei uns an der Krabbeldecke und sorgte für ordentlich Spannung und Erkundungsdrang.

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Hinein kam bei uns eigentlich alles: Linsen, Nudeln, Mais, Wallnüsse, Papierstreifen, Glöckchen und sehr beliebt: Eiswürfel!

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Natürlich immer unter Aufsicht, denn gefährlich werden sollte es für den kleinen Mann nicht! Die Schale mit den großen Nudeln gab es zum Beispiel nur einmal, da die Nudelröhren relativ leicht zerbrachen und ich somit fürchtete, dass der kleine Mann an einem dieser Stücke ersticken könnte.

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Aber versucht haben wir fast alles. Auch einzelne Spielzeuge, zum Beispiel ein Stoffteddy, lagen manchmal darin. So konnten diese in aller Ruhe erkundet und ausprobiert werden. Nebenbei wurde dann auch kein weiteres Spielzeug angeboten, um das kleine Köpfchen nicht zu überreizen.

Als der kleine Mann dann mobiler wurde und die Krabbeldecke nicht mehr ausreichte, ist die Schale in den Schrank gewandert und wurde von den Wohnungsbaustellen abgelöst. Aber da ich oft gefragt werde, was man den kleinsten Menschen als Anreiz anbieten kann, wollte ich es noch einmal zeigen. Wer noch weitere tolle Ideen für eine spannende Füllung hat, kann diese ja für andere Leser in den Kommentaren hinterlassen!

 

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Ich hatte es befürchtet – neben Studium, Haushalt, großem Hund und dem anderen alltäglichen Wahnsinn, blieb die Zeit für den Blog seit der Ankunft des kleinen Hosenkackers irgendwie auf der Strecke. Soviel sei zu ihm gesagt, er ist liebevoll anstrengend, hat eine Schwäche für Pandabären und Geschenkbänder und liebt es Blumen, Sträucher und Bäume zu betrachten und seit einigen Wochen auch danach zu greifen. Natürlich habe ich auch in den vergangenen Monaten an Montessori Projekten gearbeitet, allerdings nur für sehr kleine Menschen. 🙂  Da das Internet gut gefüllt ist mit Beispielen, wie sie ähnlich bei mir zuhause zu finden sind, wollte ich das Netz nicht mit weiteren selbstgebastelten Mobiles, Greif- und Bewegungsmotivations-Ideen vollstopfen. Vielleicht mache ich in den nächsten Wochen einfach eine kurze Bilderstrecke von den (meiner Meinung nach) gelungensten und den am besten angenommenen Dingen zum Nachbauen.

Heute war allerdings ein besonderer Tag, der kleine Hosenmatz durfte die Sonnenstrahlen in seiner eigenen Kastanienwanne genießen. Die Bauweise ist einfach, Kastanien vom Opa sammeln lassen und in eine alte Wäschewanne schütten.

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Da man auf den Kugeln sehr unbequem sitzt, habe ich dem kleinen Mann eine Sitzkuhle frei gelassen.

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Und dann kann es losgehen…Socken aus und rein in die Wanne!

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Bisher kannte er nur feineres „Bade-“ und Fühlmaterial, wie Linsen, Reis und Maiskörner. Die großen Kastanien waren da eine echte Abwechslung. Beim nächsten Spaziergang also unbedingt einsammeln!

 

Dieses Spiel ist wirklich schnell gemacht! Aus dem Salzteig habe ich mit einem Plätzchenstecher verschiedene Sterne ausgestanzt, gebacken und anschließend bemalt. Zu jeder der vier Farben gehören drei große und zwei kleine Sterne.

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Als nächstes habe ich auf buntem Papier mithilfe der Ausstechformen die fünf Sternenumrisse aufgezeichnet. Zunächst mit dem Bleistift, anschließend habe ich die Linien mit einem dünnen Edding nachgezogen.

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Auf jedem Blatt sind somit fünf Sterne und der Name der Farbe aufgezeichnet worden.

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Die gebackenen Salzteigsterne werden in einem Beutel versteckt in die Mitte des Tisches gelegt. Aufgabe ist es, reihum blind einen Stern aus dem Beutel heraus zu ziehen, und ihn der passenden Farbkarte zuzuordnen. Es handelt sich also um eine Form des bekannten Lottospieles, welches man mit bis zu 4 Personen spielen kann.

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Beendet ist das Spiel, wenn alle Sterne auf den passenden Farbkarten ihren Platz gefunden haben. Ich wünsche Ihnen viel Spaß mit dieser wirklich preisgünstigen und farbenfrohen Variante!

Für das folgende Spiel habe ich die Umrisse der Ausstechformen auf einfachem weißen Papier aufgezeichnet und dieses anschließend einlaminiert.

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Die Aufgabe ist denkbar einfach. Die Karten werden gemeinsam mt den Tieren in einem Körbchen bereitgestellt. Nun kann Ihr Kind die einzelnen Karten auf dem Tisch auflegen. Bereits hier können sie die Tiere gemeinsam bennen. Anschließend werden die Tiere aus dem Körbchen den richtigen Umrissen zugeordnet.

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Auch hier können Sie die Zuordnungskärtchen mit dem Namen der Tiere verwenden.

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Ältere Kinder können die Tiere in einen Stoffsack legen und versuchen, die Formen der Tiere blind zu ertasten und zu erraten, welches Tier sie gerade in den Händen halten. Die auf dem Tisch ausgelegten Umrisskarten helfen dabei enorm. Versuchen Sie es einfach mal!

Ein schönes Tablett für Blumenliebhaber und praktisch denkende Resteverwerter 😀

Sie brauchen:

ein Tablett
eine Schnittblume (es darf auch eine leicht angewelkte aus der Blumenvase sein)
Bilder der ausgewählten Blumenart
passend zugeschnittenen Tonkarton
eine „Aufbauskizze“ der Blume
mehrere kleine Behälter
eine Lupe (die ich leider nicht habe, aber sie sollte unbedingt dazu gelegt werden!)

Drucken Sie sich aus dem Internet schöne Bilder ihrer Blume und derer Eigenschaften aus. Ich habe für dieses Tablett eine Rose ausgewählt. Manchmal findet man auch in Werbeprospekten oder Zeitschriften schöne Bilder. Schneiden Sie sich diese Bilder auf eine einheitliche Größe zurecht und kleben Sie diese auf vorher zurechtgeschnittene Tonkartonkarten. Meine Karten haben die Maße 11cm x 15cm.

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Die Aufbauskizze habe ich bei Wikipedia gefunden. Um die Karten stabiler und auch haltbarer zu machen, habe ich sie einlaminiert. Anschließend können Sie einige Namenschilder einlaminieren, welche Sie für die Benennung der einzelnen Bestandteile der Blume unter die kleinen Behälter legen können.
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Ordnen Sie alle Teile ansprechend auf dem Tablett an. Achten Sie darauf, dass das Tablett nicht zu klein ist!

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Lassen Sie ihr Kind die Aufbau Karte an dem oberen Rand des Tabletts aufstellen. Nun kann es mit der Betrachtung der Blume beginnen. Alle Sinne können dabei genutzt werden! Sprechen Sie gemeinsam mit ihrem Kind den Aufbau der Rose durch. Vielleicht kann man schon jetzt einige Teile von der Karte an der Blume finden! Die Fotokarten können mit der Schnittblume verglichen werden, und ihr Kind kann ein Gespür dafür bekommen, in welchen Varianten diese Blume sonst noch zu finden ist, oder welche Merkmale diese Blumenart aufweisen kann.
Zum Schluss darf die Blume vorsichtig auseinander genommen werden und die Einzelteile sortiert in in die kleinen Behälter aufgeteilt werden.
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Die Einzelteile können wiederum noch einmal genauer betrachtet, befühlt und natürlich auch berochen werden. Sicherlich haben Kinder auch gemeinsam Freude daran, dieses Tablett zu bearbeiten. Schließlich gibt es immer wieder neues zu entdecken an den ganzen Einzelteilen, welche zuvor oft durch die schönen Blütenblätter verborgen werden.

Ich wünsche Ihnen und ihrem Kind viel Spaß bei diesem Tablett!