Montessori selbst gemacht …

Der Weltraum im Wohnzimmer

Posted on: Oktober 21, 2014

Auf der Suche nach Motiven für die Bilderstrecke der am besten angenommenen Spiele für den kleinen Mann wurde eines schnell klar… es sind keine Besonderheiten dabei. Unsere Wohnung hat den gleichen Durchlauf erlebt wie man es sich eben so vorstellt. Mobiles mit bunten Wollbommeln oder kleinen Elfen aus verschiedenen Baumwollstoffen, ein Gummitwist quer über dem Bett an dem Holzringe, Glocken aus dem Weihnachtsdekokarton, kleine Stoffmäuse und einfache Stoffbänder als Greifmotivation angeknotet wurden, ein Holzgestell vom Flohmarkt mit Entchen und Glöckchen dran, Rasseln, Greiflinge, Quietschetiere usw. . Und alles war super! In liebevoller Kleinarbeit wurden zudem verschiedene Kartons, Dosen und Verpackungen in Glitzerfolie verpackt, da diese den kleinen Mann am meisten fasziniert haben. Schüsseln oder Auflaufformen voll mit Reis, Linsen oder Maiskörnern stehen ebenfalls immer in der Nähe der Krabbeldecke.

Was allerdings seit der Fertigstellung bis heute ein Renner ist, ist eine mit Glasfarbe selbst bemalte Lampe. Die sollte an und für sich irgendwann mal als Nachtischlampe dienen, aber der kleine Mann liebt sie heiß und innig. Sie hat einen festen Platz an der Krabbeldecke bekommen und leuchtet nicht nur in den Abendstunden oder in extra abgedunkelten Kuschelstunden. Meist grüßt das kleine Marsmännchen den ganzen Tag.

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Die Kosten hierfür waren ertragbar, die Farbe daran war das Teuerste. Etwas Stolz schwingt da schon mit, es war doch etwas Arbeit und das er für diese Lampe anstrengende Minuten den Kopf gehoben oder sich später zu hier hingedreht hat, haben das Mutterherz natürlich hüpfen lassen.

Ich hatte mir in der Schwangerschaft das Ziel gesetzt, möglichst nur Holzspielsachen und viel selbst Gemachtes dem Kleinen zum Welterkunden anzubieten. Ich habe versucht es umzusetzen und viel Zeit und Kraft darin investiert. Aber der kleine Mann hat eben eigene Vorlieben. Trotz selbstgenähter Kuschelfreunde hat er am liebsten den gekauften Drachen, den der Papa im Laden gegen viel Widerstand meinerseits durchsetzen konnte. Und das Geschenk einer Freundin, ein Greifball aus Plastik, den wir liebevoll seine Discokugel nennen, musste bei jedem Ausflug dabei sein. Ich sage es ehrlich, denn oft bin ich etwas verunsichert wenn ich Bilder und Einträge in anderen Blogs lese. So perfekt schaffe ich es nicht. Und es hat mich viel Zeit gekostet das einzugestehen und zu akzeptieren. Nur falls es einigen Lesern auch auf diesem Blog so gehen sollte. Es tut mir leid das ich nun keine großartigen Neuigkeiten in Punkto Kleinstkinderförderung anpreisen kann. Aber die waren auch einfach nicht nötig.

In den nächsten Tagen kann ich den Bau seiner ersten Murmelbahn zeigen. Für die muss er zwar erstmal sitzen können, aber wer weiß wie schnell es soweit ist…

 

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3 Antworten to "Der Weltraum im Wohnzimmer"

Ganz ehrlich? Ich finde es toll, dass Du das so zugibst. Wir wollen das Beste für unsere Kinder und auch ich möchte am liebsten nur Holz und natürliche Materialien, klein Bambi sieht das ein wenig anders und so gibt es eben Kompromisse. Jede Familie muss ihren eigenen Weg finden und dann gibt es kein besser oder schlechter, weil nicht alles perfekt pädagogisch oder alternativ ist 🙂

Die Lampe hast du wirklich toll gemacht! Begeisterung pur spricht aus mir 🙂 Wo hast du denn die leere Lampe kaufen können?
Das mit dem Spielzeug, das wir Mamas uns einbilden ist so eine Dache. Mittlerweile habe ich eingesehen, dass es hier ist wie überall – der goldene Mittelweg ist der Beste. Ich kann mich auch erinnern, dass mein Mann, als der Schnecki mal krank war, mit einen Plastik-Piratenschiff nachhause kam, um ihm eine Frezde zu machen. Ich war damals fuchsteufelswild, hätte ich mir doch für später eines aus Holz erträumt. Aber was soll ich mich ärgern, der Schnecki liebt dieses Ding, spielt immer noch damit, inzwischen ist es aber mehr eine Arche geworden, mit ein paar Piraten (auch ein Hölzener dabei) und vielen Tieren (Plastikgesellen, die er überall mal von irgendwoher bekommt und „meinen“ Ostheimertieren).
Stress dich nicht mehr deswegen, das macht nur Kummerfalten 😉
Alles Liebe Babsy

Ach, Dein Eintrag hat mir grad soooo gut getan. Das erste halbe Jahr unserer Tochter habe ich viel mit dem Lesen von Montessori-Blogs verbracht und immer wieder feststellen müssen: ich hatte einfach nie die viele Zeit und Lust und Kreativität viele Dinge umzusetzen.
Und irgendwann musste ich mir eingestehen, dass mein Leben eben anders verläuft und man ja in Blogs auch nur eine kleine „Auslese“ zu sehen bekommt. Schon allein die Fotos….wow.
Immernoch bin ich dankbar für die vielen Menschen im Netz, deren Ideen und Anleitungen mein Leben bereichern. Aber ich musste meinen Ehrgeiz immer wieder mal meinen eigenen Lebenssituationen und -tempo anpassen.
Deine Nachrichten hatte ich jedoch schon sehr vermisst und bin froh, wieder ein kleines Zeichen von Dir zu lesen 😉
Dir und Deiner kleinen Familie von Herzen viel Segen

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